Sorge beim TuS Mühlenrahmede: Hallennutzung ungewiss

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Dirk Frebel (links) und Andreas Rollfing haben eine große aufgabe vor der Brust.

Altena - Dirk Frebel und Andreas Rollfing wurden am Sonntag, 6. März, von den Mitgliedern des TuS Mühlenrahmede in ihren Ämtern bestätigt und übernehmen damit eine Aufgabe, um die sie wahrscheinlich keiner beneidet.

Schwerpunkt der Arbeit des Vorsitzenden (Frebel) und des sportlichen Leiters (Rollfing) wird es in den kommenden Monaten sein, dafür zu kämpfen, dass die Turnhalle der Hauptschule auch nach deren Schließung für den Vereinssport zur Verfügung steht.

Allerdings: Die Volleyballer nutzen die Halle schon nicht mehr, weil sie auf Beachvolleyball umgesattelt haben, die einizige Kindergruppe hat sich aufgelöst. 

Ohne Halle ist die Existenz des Vereins gefährdet

Das bedeute aber nicht, dass die Halle für den TuS entbehrlich sei, wurde bei der Jahreshauptversammlung immer wieder betont. 

Da sind die Hobbyfußballer, die Frauen, vor allem auch eine beachtliche Zahl sportlich aktiver Senioren – ohne Halle komme der Sportbetrieb zum Erliegen, die Existenz des Vereins werde gefährdet – so jedenfalls die Befürchtungen aus der Mitgliedschaft.

Kein Platz für den TuS Mühlenrahmende in Kooperationen

Alleine geht es nicht mehr, meint der TuS-Vorstand. Rollfing berichtete von der Kooperation von MTV, TSV und Städt. Rahmede – für den TuS sei da nicht wirklich Platz gewesen, sagte er.

„Wir hatten das Gefühl, die anderen Vereine hatten an einer Kooperation mit uns gar kein Interesse“. Deshalb soll jetzt eine Art „Rahmede-Allianz“ geschmiedet und dazu die Zusammenarbeit mit dem Rahmeder Turnverein und dem Skiclub ausgebaut werden.

Außenbezirke "seit Jahren vernachlässigt"

Ohne Vereine laufe in der Rahmede gar nichts mehr, betonte Rolfing. Ähnlich sah das ein Mitglied das beklagte, dem Bürgermeister seien nur „Flüchtlinge und die Innenstadt“ wichtig, während die Außenbezirke „seit Jahren vernachlässigt“ würden.

Der Kassenbericht von Herbert Fritz brachte an den Tag, dass der Verein zwar Rücklagen hat – die braucht er aber auch, besitzt er am Oberen Ardeyweg doch eine eigene Sportanlage, deren Unterhaltung jährlich einige tausend Euro kostet. 

Gesundheitssport-Angebote für Sponsoren

Man müsse sich mit Blick auf die Nutzung der Sporthalle also auch Gedanken machen, wie Mehreinnahmen generiert werden könnten, sagte Frebel. Er will unter anderem in der Rahmede ansässige Firmen als Sponsoren gewinnen und ihnen im Gegenzug Gesundheitssportangebote für ihre Mitarbeiter machen.

Besonders an den Nerven zehre, dass die Situation völlig unklar sei, sagte Rollfing. Während in Evingsen schon längst über ein konkretes Angebot der Stadt verhandelt wird, warten die Rahmeder Vereine auf ein solches noch. Erst für Anfang April ist ein Gespräch mit der Stadtverwaltung geplant.

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