Lutherrose leuchtet wieder

Peter Adrian und sein Kollege Peter Klassen bei der Arbeit.

ALTENA -  Die Lutherrose – Symbol der evangelisch-lutherischen Kirchen, leuchtet wieder über dem Seiteneingang der Lutherkirche. Glasmalerei Peters aus Paderborn hat dieses bleiverglaste künstlerische Kleinod rekonstruiert, saniert und wieder hergerichtet wie sämtliche vom Kirchenbrand beschädigten großen Kirchenfenster des Gotteshauses auch.

Kommende Woche, das sagen auf der Baustelle vor Ort die Mitarbeiter Peter Adrian und Peter Klassen, „bauen wir das letzte Fenster, in unserem Werkstatt-Sprachgebrauch mit Nummer 12 beziffert, wieder ein. Dann können auch die entsprechenden Gerüste vor den gotischen Bogenfenstern innen und außen abmontiert werden.“

14 Monate nach dem verheerenden Brand in der Kirche gehen auch die Sanierungsarbeiten an den Deckengewölben gut voran. Sie sind bereits - AK berichtete - weitgehend vom Russ befreit.

Eine Sprecherin der Gemeinde geht davon aus, dass die Lutherkirche selbst „etwa ab März 2017 wieder für Gottesdienste genutzt werden kann.“ Der ursprüngliche Plan, vielleicht schon in diesem Jahr um die Weihnachtszeit fertig zu werden, lässt sich wohl kaum halten. Der Grund liegt nicht im Fleiß der Handwerker. Vielfach fehlen immer noch Genehmigungen der eingeschalteten Versicherungen. Der Gesamtschaden am Gotteshaus, das erst vor neun Jahren umfassend saniert wurde, beträgt mehr als eine Millionen Euro.

Peter Adrian und Peter Klassen sind in der Paderborner Werkstatt nach alter Väter Sitte vorgegangen. Das bedeutet: Sie mussten die beschädigten Glasstücke mit Hilfe verschiedener Bleiruten neu zusammengesetzen, die Lötstellen mit Stearin-Öl bestreichen und mit Zinn verlöten. Abschließend wurde die Verglasung von beiden Seiten mit Leinölkitt verkittet und mit neuen Windeisen versehen.

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