Gemüsebeete in der Stadt

Immer wieder bleiben Passanten stehen, um die Gemüsehochbeete anzuschauen.  Foto: Bonnekoh

Altena -  Gemüsebeete in der Stadt? In Altena gehört das seit ein paar Tagen entlang der Lennestraße zum Stadtbild.

Helgoländer Wildkohl ist in Altena sicherlich nicht so sehr bekannt wie beispielsweise Grünkohl. Das so genannte alte Gemüse wächst zu einem kleinen Kohl-Bäumchen heran und kann mehrere Jahre vom Frühjahr an bis in den Winter hinein beerntet werden. Die großen bis zu 40 Zentimeter langen Blätter haben dabei einen etwas herben, aber durchaus leckeren Kohlgeschmack.

Altenaer haben jetzt die Chance, diesen Kohl nicht nur wachsen zu sehen, sondern möglicherweise auch zu kosten. Möglich macht das Stephan Hase. Der Geschäftsmann von Stephans-Geschenkekiste an der Lennestraße 4 hat sich über Anette Wesemann insgesamt vier Hochbeete entlang der Lennestraße gesichert und eine „...kleine Auswahl verschiedener (alter) Gemüsesorten“ dort hineingesetzt.

Der Pflanzenliebhaber gehört dem Verein „Nutzpflanzenvielfalt“ an, der es sich zum Ziel gesetzt hat, heimische Nutzpflanzen, die vielleicht schon viele, viele Jahre (oder Generationen) in Vergessenheit geraten sind, neu ins Bewusstsein zu holen.

„Ich bin sehr dankbar, dass mir die Familien Frebel, Nossel-Hinz und van den Boogaart insgesamt vier ansonsten von ihnen betreute Pflanzkübel zur Verfügung gestellt haben“, sagt Hase.

Natürlich wisse er, dass er zum Beispiel die Etagen-Zwiebel, die Rote Liebe, eine Art Sonnenblume oder den schneckenresistenten Ganzjahressalt „Schneckenschreck“ sehr eng in die Hochbeete gepflanzt habe, „aber, ich denke, es wird gelingen.“

Erst hatte Hase einen Teil des Wasserades am Markaner als Standort geplant, dann ein Stück vor der Mittleren Brücken. Alles scheiterte an zuvor untersuchten Bodenproben. „Einfach zu mager für diese Pflanzen“. Jetzt wagt sich der Pflanzenfreund an die Kübel, hat die Erde noch etwas mit „gutem Mutterboden“ gestreckt und hofft auf Regen und pflegt natürlich auch selbst mit dosiertem Gießen.

Ganz besonders am Herzen liegt Stephan Hase eine Charge Tomaten und Paprika, „wie man sie nicht im Laden kaufen kann.“ Er bittet die Altenaer auf „“ acht zu geben, damit die Pflanzen eine Chance haben zu wachsen

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