Zwei Stellen für Flüchtlinge

Auch ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement: Alex Grass, der oberste Chef der Altenaer Feuerwehr, ging gestern in die Grundschule Mühlendorf. Dort stand Brandschutzerziehung für die Kinder von Flüchtlingen auf dem Programm.

Altena - Im Rathaus werden weiter Stellen abgebaut – fünf sollen es im kommenden Jahr sein. So steht es im Stellenplan, der am Montagabend vom Hauptausschuss dem Rat empfohlen wurde. Nur Ulrich Biroth (soziale und demokratische Alternative) stimmte mit Nein.

Im Grunde dürfte das, was da beschlossen wurde, am kommenden Montag allerdings schon wieder Makulatur sein: Dann muss nämlich der Rat über einen Antrag abstimmen, den CDU und Grüne gemeinsam vorlegten und der damit eine sichere Mehrheit haben dürfte. In ihm wird gefordert, für die soziale Betreuung der in Altena lebenden Flüchtlinge zwei Stellen im Stellenplan auszuweisen. Außerdem soll überlegt werden, wie der ehrenamtliche und der hauptamtliche Einsatz bei der Betreuung der Flüchtlinge miteinander vernetzt werden kann.

Geld dafür sei da, betonten Uwe Scholz (CDU) und Oliver Held (Grüne). Ein Teil der gut vier Mio. Euro, die Bund und Land im kommenden Jahr für die in Altena lebenden Flüchtlinge überweisen wird, ist nämlich explizit für diese Aufgabe zweckgebunden. In diesem Jahr stehen für die soziale Betreuung gerade mal 14200 Euro im Etat, die komplett ans Stellwerk gingen. 2016 hat die Stadt deutlich über 200 000 Euro zur Verfügung – mehr als genug für zwei zusätzliche Stellen, wie die beiden Antragsteller meinten. Das Geld ans Stellwerk soll natürlich trotzdem fließen.

Beide Antragsteller stellten sich ausdrücklich hinter die Flüchtlingspolitik des Bürgermeisters und lobten die hervorragende Arbeit, die von den rund 60 freiwilligen Paten und den Mitarbeitern der Verwaltung geleistet werde. Man müsse aber auch die Grenzen des Ehrenamtes akzeptieren.

Die beiden Kommunalpolitiker setzen sich dafür ein, die Sprach- und Integrationsangebote weiter auszubauen, aber auch Freizeit- und Sportangebote einzuführen, etwa durch Finanzierung zusätzlicher Übungsleiter in den Sportvereinen.

Ziel müsse es sein, möglichst vielen Flüchtlingen Altena als „neue Heimat“ schmackhaft zu machen, argumentierten die beiden – sobald der Flüchtlingsstatus anerkannt ist, gilt das Recht der freien Wahl des Wohnsitzes. Wenn Altena es schaffe, den Flüchtlingen und ihren Familien bis dahin eine Perspektive aufzuzeigen, bestehe die Chancen, dass wenigstes ein Teil davon sich auf Dauer in Altena niederlasse.

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