"Einer wollte mich sogar verklagen"

Stadtfest in Altena: Flucht vor dem Gewitter

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Altena - Und plötzlich kam es doch, das schwere Gewitter. 800 Besucher, die am Samstag gegen 22 Uhr beim Stadtfest die Band „Faders Up“ erlebten, wurden von Stadtfest-Mitorganisator Alexander Schmitz über Lautsprecher gebeten, Schutz in den Tiefgaragen zu suchen.

„Es gab acht bis zehn Leute, die nicht gehen wollten. Und einer wollte mich sogar verklagen“, sagt Alexander Schmitz, der froh ist, dass dennoch alles reibungslos klappte und dass das Konzert nach einer halben Stunde fortgesetzt werden konnte.

Das Wetter hat dem zweitägigen Fest nämlich grundsätzlich keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch die Schwimmflügel, mit denen einige Teilnehmer des Staffellaufs die Strecke zwischen Bungern, Markaner und Burg bestritten hatten, waren mehr Folklore als ernstzunehmende Sicherheitsmaßnahme. Was es mit dem Flaschentornado auf sich hatte, konnten die kleinen Besucher des Stadtfestes am Stand der evangelischen Kindergärten Knerling und Rahmede in der Lennestraße selbst ausprobieren. Als Teil der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ standen die naturwissenschaftlichen Experimente im Mittelpunkt und luden zum Mitmachen ein.

Stadtfest-Sonntag in Altena

Wer erfolgreich einen Tornado entfacht und den Brausevulkan zum Spucken gebracht hatte, wurde zum Nachwuchswissenschaftler ernannt. Ob Beachvolleyball, Reiten, der Kanusport oder das Segelfliegen: Viele Vereine und Initiativen präsentierten sich am Wochenende. „Auf dem Berg sieht uns ja niemand“, begründete Martin Schröder die Teilnahme des LSV Hegenscheid. Auch einen kompletten Segelflieger in der Fußgängerzone zu platzieren, war ein echter Hingucker.

Stadtfest in Altena - Eindrücke vom Samstag

 Für die ganz Mutigen hatte der Schatzmeister des Vereins auch noch ein Schmankerl parat: „Wer die Fliegerei mal ausprobieren will und sich spontan bei uns meldet, mit dem fahren wir sofort zum Startplatz“. Wer neugierig geworden ist: Auf dem Hegenscheid bietet der Verein am 20. und 21. August ein Schnupperwochenende an. Wer sich bei all diesen sportlichen Aktivitäten ordentlich stärken wollte, konnte dies unter anderem am Matjesstand von Altena Aktiv am Markaner. „Schon ab 10 Uhr haben die Leute nach dem Matjes gefragt und weil im vergangenen Jahr der leckere Fisch bereits ab Mittag ausverkauft war, haben wir diesmal die vierfache Menge eingekauft“, so Karl-Heinz Stracker. Schön war auch die Begegnung mit einer Cosplayerin, die – aufwändig kostümiert – ihre Videospielheldin nachgeahmt hatte und zudem für „AnNähs Stoffe“ die Werbetrommel rührte. Alica Heck kommt eigentlich aus Stuttgart. Doch vor einiger Zeit benötigte sie für eine Veranstaltung in der Region noch dringend Material, um ein Kostüm fertigzustellen. Im Laden von Anne Rüth wurde sie fündig und so wurde „aus Kundschaft eine Freundschaft“, so die Ladenbesitzerin.

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