Bares in acht Sprachen zu haben

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Mehrsprachig sind die Geldautomaten in der Stadt allesamt. Einige bieten acht verschiedene Möglichkeiten.

Altena -   „Geld spricht alle Sprachen“, heißt es in einer Redensart. Ob es wirklich alle sind, mag dahingestellt sein. Aber ein Blick auf die Geldausgabeautomaten der hiesigen Institute offenbart zumindest, dass man es mit mehrsprachigen Maschinen zu tun hat, die bis zu acht Sprachen verstehen, oder – genauer – in bis zu acht Sprachen bedient werden können.

Interessant ist die Frage, mit welcher Muttersprache man in der Burgstadt auch außerhalb der üblichen Banköffnungszeiten noch an Bargeld gelangen kann, auch vor dem Hintergrund wachsender Besucher- und Touristenzahlen. Aber: Auch für Flüchtlinge ist das Thema möglicherweise von Belang, solange die Migranten noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse haben.

Eine kleine Umfrage unter den in der Burgstadt vertretenen Banken zeigt, dass alle mit einer Filiale im Ort vertretenen Häuser ihren Kunden einen „multilingualen“, also mehrsprachigen, Service bieten. Die Geräte sind also nicht nur unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, sie verstehen auch verschiedene Sprachen: Geldautomat, Geldausgabeautomat (abgekürzt GAA), Bankautomat, Bankomat oder Bancomat sowie auch im Englischen ATM (automatic teller machine; teller = Bankkassierer) .

Dem Löwenanteil der fremdsprachigen Anforderungen dürften alle Geräte genügen: Mit immerhin acht Sprachmenüs bilden die Automaten der Volksbank im Märkischen Kreis den Spitzenreiter. Hier lassen sich neben Deutsch auch Englisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch, Polnisch, Spanisch und selbst Dänisch anwählen, um an Bares zu gelangen.

Im Automaten der Deutschen Bank am Zögerplatz sind sieben Sprachen hinterlegt, wie der DB-Sprecher für die Region West, Hanswolf Hohn, berichtet: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch und Türkisch sind wählbar.

Als Kunde der Sparkasse bekommt man nach Auskunft von Marketing-Sprecher Tomislav Majic gleich am Startbildschirm Informationen in deutscher und englischer Sprache. Zudem stünden bei Verwendung einer Kreditkarte zusätzlich noch Französisch und Niederländisch zur Verfügung.

Eine spezielle Abkürzung für ihre Automaten benutzt die Commerzbank an der Mittleren Brücke, wo die Geräte „Kega“ heißen: „Kombinierter Einzahlungs- und Geldausgabeautomat“, löst Pressesprecherin Corinna Deichsel das Kürzel auf. Neben Deutsch hat man hier die Wahl zwischen Englisch, Französisch und Türkisch. Insbesondere für Touristen aus den Niederlanden sei Englisch sicher eine gute Alternative, da die Sprache im Nachbarland noch verbreiteter sei als in der Bundesrepublik.

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