Gefährliche Funde im Wald

Weltkriegsmunition zwischen Altena und Neuenrade gesprengt

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Torf wurde zur Sprengstelle gebracht, um die Explosion nach außen abzudämmen.

Altena - In einem Waldstück zwischen dem Nettenscheid und dem Höllenstein sind am Mittwochmittag drei Granaten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gesprengt worden.

Während der unmittelbaren Vorbereitung wurde der Verbindungsweg zwischen Altena und der Nachbarstadt Neuenrade durch die Polizei gesperrt. Die Bewohner des Hauses am Höllenstein waren aufgefordert worden, in dieser Zeit im Gebäude zu bleiben.

Gegen 18.30 Uhr hatte das Ordnungsamt am Dienstag von einem Fund erfahren, der sich als brisant herausstellen sollte. Von „granatenähnlichen Gegenständen“ war die Rede. Zur Sicherung und Absperrung wurden Kräfte der Feuerwehr angefordert, außerdem wurde der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung gerufen. In den Abendstunden musste die Feuerwehr dann noch dafür sorgen, dass das Waldstück in der Nähe eines Bachlaufes ausgeleuchtet wird.

Für Truppführer Gerd Matthee stand vor Ort schnell fest, dass drei gefundene Objekte nicht transportiert werden konnten und an Ort und Stelle durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich gemacht werden müssen. Dazu wurde mit einem Minibagger ein etwa 90 Zentimeter tiefes Loch ausgehoben und mit Torf nach oben hin verdämmt. Ein kurzer, dumpfer Knall kündete nach Hornsignalen des Sprengmeisters um 12.30 Uhr vom Ende der Bedrohung. Kurz nach 13 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben.

In dem Waldstück waren die Ordnungskräfte am Dienstag auf mehrere kleinere, frische Löcher gestoßen. Sie deuten nach Ansicht der Fachleute darauf hin, dass hier – wahrscheinlich mit Sonden – gezielt nach etwas gesucht worden war. Die „Fundorte“ lagen auf Altenaer, aber auch auf Neuenrader Gebiet. Die „Finder“ hatten die jetzt gesprengte Munition offen zurückgelassen. Die Stadt Neuenrade, gestern durch Ordnungsamtsleiterin Sabine Rogoli vertreten, will nun auf Empfehlung des Kampfmittelräumdienstes eine Nachsuche in diesem Gebiet anfordern.

Zur Detonation gebracht wurden nach Angaben von Gerd Matthee zwei Spreng-Gewehrgranaten und eine Panzer-Gewehrgranate aus deutscher Produktion. Der Munitionsfachmann wies gestern noch einmal darauf, dass der Umgang mit dem Kriegsmaterial höchst gefährlich ist.

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