Weihnachtsmarkt der Lichter

In Altena ist der Nikolaus auch schon mal weiblich. Und dann dürfen auch die Großen mal probieren. Eine entspannte Stimmung herrschte auf dem Weihnachtsmarkt, der auch von vielen Flüchtlingsfamilien besucht wurde. -   Fotos: Sauser

Altena -   Weihnachtsmarkt in Altena - das lockte auch in diesem Jahr wieder viele Besucher in die Innenstadt. Denn an den zahlreichen Ständen in der Burg Holtzbrinck und davor wurde Kunsthandwerk, Schmuck, Bekleidung und vieles mehr angeboten.

Wie in jedem Jahr werden die meisten Stände von Altenaer Vereinen oder Hobbykünstlern besetzt. Diesmal wurde auch das Deutsche Drahtmuseum mit ins Geschehen einbezogen. Im Innenhof hatten Schüler der Altenaer Schulen kleine Tannenbäume mit selbst gefertigtem Schmuck dekoriert. Außerdem konnten sich Kinder dort schminken lassen oder ihr akrobatisches Talent im Mitmach-Zirkus ausprobieren. Auch kostenlose Führungen für Groß und Klein konnten gebucht werden. Die Mitmachführungen „Zöger von Altena“ waren an diesem Wochenende gratis. Anschließend konnte man sich im Hof mit Würstchen, Waffeln und Kinderpunsch stärken.

Weihnachtsmarkt der Lichter in der Altenaer Innenstadt

Vor der ehemaligen Post drehte eine nostalgische Eisenbahn ihre Runden.

Besonders gut kam das Laternenbasteln in der Bürgerburg an. Am Samstag gegen Abend war das Material fast aufgebraucht. Dort kümmerten sich Anette Wesemann, Dr. Rita Rüth und fleißige Helferinnen um die Kinder, die eine Laterne und ein Schüttelglas basteln konnten. Eine Dolmetscherin war auch vor Ort, so dass viele Flüchtlingskinder dieses Angebot gerne nutzten.

Von süssen gebrannten Mandeln über Crepes in verschiedenen Sorten bis hin zum deftigen Grünkohl - für den kleinen oder größeren Hunger war alles da. Die Wahl hatten die Besucher auch bei den Getränken: Kalte Limo, Bier oder lieber heißer Kakao oder Punsch.

Auch der Kulturring war vor Ort; dort konnte man nicht nur das neue Programm einsehen, sondern bereits Karten erwerben.

Wie immer zog die Schauanlage der Eisenbahnfreunde nicht nur Kinder in ihren Bann. Die liebevoll gestaltete Landschaft offenbarte bei genauerem Betrachten so manche Überraschung.

Auch der Nikolaus zog durch die Innenstadt und verteilte kleine Präsente an die Kinder.

Besonderes Highlight war die Illumination der Kirchen. Die ehemalige reformierte Kirche wurde in farbiges Licht getaucht. „Oh, wie schön. Das sieht fast aus wie ein bunter Adventskalender“, lobten Passanten das Lichterspiel.

Farbenfrohe Inszenierung

Das Turmjubiläum der Lutherkirche wurde ebenfalls mit bunten Lichtern gefeiert. Die Aktion lief, angelehnt an das Motto der Kirchengemeinde „Suchet der Stadt Bestes“ aus dem Alten Testament, unter dem Titel „Leuchtet der Stadt Bestes“. Dazu wurde der Kirchturm violett angestrahlt und auch die Fenster der Kirche farbig in Szene gesetzt; letzteres ist derzeit möglich, weil wegen der Brandsanierung die eigentlichen Kirchenfenster aus Buntglas ausgebaut sind und durch eine Notverglasung mit normalem, klarem Fensterglas ersetzt sind. Für die Lichtaktion sorgten Jugendmitarbeiter um Tim Rothe.

Dazu gab es um 19 Uhr ein Adventssingen auf dem Kirchplatz mit Merle Vokkert an der Gitarre, das rund 40 Teilnehmer anlockte.

Nach der musikalischen Eröffnung mit Jazz und Swing am Freitagabend standen am Samstag „Any beats counts“ auf der Bühne und brachten Songs aus sechs Jahrzehnten zu Gehör. Besinnlicher ging es am Sonntag weiter: Die Orgelschule Brinkmann sorgte für die richtige Weihnachtsstimmung, außerdem hatten die Einzelhändler ihre Geschäfte geöffnet.

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