Sanierung an der Fritz-Berg-Brücke läuft vermutlich bis Ende kommender Woche

Es besteht erhebliche Gefahr

Die Fahrbahnübergänge (oben links) sind defekt. Frank Betin (oben rechts) repariert sie. Im Tunnel unter der Fahrbahn geht ihm dabei Bauführer Jürgen Gaudig (unten links) zur Hand. Auch die Brücken-Widerlager (rechts unten) werden getauscht. Fotos: Bonnekoh

Altena -  Jürgen Gaudig schiebt sich den Schutzhelm in den Nacken. „Trotz Hitze – ohne geht gar nicht“, sagt er und hantiert im schmalen, etwas über mannshohen Widerlager-Durchgang unter der Fritz-Berg-Brücke.

Der Mann arbeitet im für Passanten nicht zugänglichen und auch nicht sichtbaren „Innenleben“ der Brücke, 38 Treppenstufen hoch direkt unter der Fahrbahn.

„Wir müssen sanieren! Das, was wir tun, muss jetzt gemacht werden! Es besteht erhebliche Gefahr!“ Dabei nimmt die Stimme des Bauführers von Maurer und Söhne aus Lünen eine Schärfe an, die nicht zu überhören ist.

Wie berichtet, ist das Unternehmen seit ein paar Tagen damit beschäftigt, die so genannten Fahrbahnübergänge – vorne auf der Brücke sind sie drei-, in Höhe des Abzweiges Behördenviertel sogar vierschlaufig – komlett zu erneuern. Gaudig erklärt: „Der Zahn der Zeit nagt an jedem Bauwerk. Gerade Brücken sind enormen Belastungen aus der Umwelt und teils großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Kommt der Verkehr mit täglich tausenden von Fahrzeugen hinzu und Verunreinigungen von Luft, Wasser oder Kontakt mit aggressiven Substanzen sowie der natürliche Alterungsprozess, sind Schäden unvermeidbar.“

Der Austausch der Fahrbahnübergänge sollte nach mindestens 20 Jahren erfolgen. In Altena ist seit der Inbetriebnahme der Brücke 1983 aber in dieser Hinsicht noch gar nichts passiert.

70 000 Euro muss der Landesbetrieb Straße.NRW für die Reparatur bezahlen, eingeschlossen ist damit auch eine Sanierung der Brücken- Widerlager. Die hätten in Altena aber nicht die Dimensionen, wie beispielsweise bei Rheinbrücken oder in der Rahmede (Autobahnbrücke).

Doch Jürgen Gaudig warnt noch einmal: „Wenn wir jetzt nicht tätig geworden wären, wäre auch ein Brückenszenarie wie in Leverkusen denkbar gewesen. Dort war die Rhein-Brücke so kaputt, sie musste geschlossen werden.“ Fertig werden die Bauarbeiter „vermutlich Mitte der kommenden Woche, also etwa bis zum 8. Juli 2015.“

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