Frettchen offiziell außer Dienst gestellt - Altenaer Delegation bei Zeremonie in Warnemünde

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Erinnerungsfoto mit der Altenaer Delegation auf dem Boot. Die Freundschaft zwischen den Altenaern und den Besatzungsmitgliedern war auf vielfältige Weise gepflegt worden.

Altena - Nach 55 Jahren haben sich die Schnellboote aus dem Dienst der Marine verabschiedet.

Im Marinestützpunkt Warnemünde hat am Mittwoch die feierliche Zeremonie zur Außerdienststellung des 7. und letzten Schnellbootgeschwaders stattgefunden, darunter auch das Schnellboot S76 Frettchen. Das zur Einsatzflottille 1 gehörige Geschwader wurde durch Flottillenadmiral Jan C. Kaack (53), Kommandeur der Einsatzflottille 1, außer Dienst gestellt. Für die Stadt Altena hat eine Delegation mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein für den Rat und die Bürgerschaft, für die Schützengesellschaft Ehrenscheffe Peter Wilm Schmidt und Vertretern des Technischen Hilfswerks teilgenommen. Die Patenschaft über das Schnellboot bestand seit 1966. 

In Anwesenheit vieler ehemaliger Geschwaderangehöriger und von Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie dem Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, ging damit die Ära der Schnellboote zu Ende. Als Kommandeur des siebten Schnellbootgeschwaders ging Fregattenkapitän Jörn Rühmann auf die einzelnen Boote ein, damit natürlich auch auf das Frettchen und seine Patenstadt Altena. Dabei griff Rühmann auch die Frage auf, wie eine Tür des Frettchens nach Altena gelangt war. Rühmann wähnte die Tür fälschlicherweise bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Da ist sie aber nicht“, versichert der Bürgermeister. Neben dieser heiteren Note sei die Zeremonie insgesamt natürlich eher traurig gewesen. „Jetzt haben wir das Frettchen nicht mehr.“ 

Musikalisch wurde die Zeremonie durch das Heeresmusikkorps Neubrandenburg begleitet. Die eigens für den „Kalten Krieg“ gebauten Schnellboote wurden anfangs hauptsächlich in Küstennähe eingesetzt. Sie zeichneten sich laut Bundesmarine „besonders durch hohe Kampfkraft, Standfestigkeit und Schnelligkeit“ aus. Der Außerdienststellung vorausgegangen war am Dienstag ein Großer Zapfenstreich aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Bundesmarine. Er wurde zelebriert durch das Musikcorps der Bundesmarine und das Wachbataillon aus Berlin.

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