Frauenkreis packt Pakete für Kinder in Not

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Der Frauenkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Altroggenrahmede packt bereits Kartons mit gespendeten und selbstgestrickten Geschenken.

Altena - Die Helfer des Weihnachtsmannes im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Altroggenrahmede sind schon jetzt – mitten im Oktober – eifrig dabei, Weihnachtsgeschenke zusammenzustellen und Pakete zu packen.

Diese Pakete sind jedoch ganz besondere: Sie werden im Rahmen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ an Kinder in Not verschenkt. Der Frauenkreis der Evangelischen Kirchengemeinde beteiligt sich zum 18. Mal an der Aktion des Vereins „Geschenke der Hoffnung“. Süßigkeiten, Kleidung, Schulsachen, Hygieneartikel und natürlich Spielzeug kommen in die Kartons – dabei gibt es aber allerhand zu beachten. So darf zum Beispiel nur Vollmilchschokolade ohne jegliche Art von Füllung eingepackt werden. Lebensmittel wie Kekse, Lebkuchen oder Nudeln sind nicht erlaubt, genauso wenig wie Gelatine – wie sie zum Beispiel in Gummibärchen enthalten sind. Zerbrechliches, wie Flaschen oder Tassen, dürfen auch nicht in die Pakete. 

"Bälle sind gute Geschenke"

Diese strengen Regularien dienen jedoch einem Zweck: Die Geschenke sollen den Kindern auf die bestmögliche Weise zugute kommen. „Gebrauchte Dinge zum Beispiel werden bei der Kontrolle wieder aus dem Paket heraus genommen“, erläutert Roselind Dupont vom Frauenkreis. Auch Sachen, die Zollvorschriften widersprechen, dürfen nicht eingepackt werden. Von den Paketen soll keinerlei Gefahr ausgehen: Es sollen keine Allergien ausgelöst werden, die Kinder dürfen sich nicht an spitzen Gegenständen verletzen oder Angst, zum Beispiel vor Kriegsspielzeug, bekommen. „Bälle sind zum Beispiel gute Geschenke, denn darüber freuen sich Jungen und Mädchen aus allen Altersklassen“, sagt Dupont. Auch Kucheltiere, Puppen, Autos oder Blockflöten werden empfohlen. Im Gemeindebüro wanderten auch einige selbstgestrickte Mützen und Schals in die Schuhkartons. 

Pakete gehen nach Polen, Rumänien und in die Mongolei

In diesem Jahr gehen die Pakete wieder, wie im vergangenen Jahr, nach Bulgarien, in die Mongolei, Polen, in die Republik Moldau, Rumänien, Slowakei, Ukraine und Weißrussland. „Die werden dahin verschickt, wo es kalt ist. Nach Afrika gehen die nicht“, sagt Dupont. In Deutschland wurden laut dem Aktionsbericht von „Geschenke der Hoffnung“ im vergangenen Jahr 359 286 Pakete für Kinder in Not gepackt, weltweit sogar 11,2 Millionen. Nordrhein-Westfalen steuerte insgesamt 58 565 Pakete bei. Die Schuhkartons aus Altena kamen dabei vor allem in der Mongolei, in Polen und in Rumänien an.

Mitmachen kann jeder

Mitmachen kann jeder: Schuhkarton (30x20x19 cm) befüllen, der zuvor mit Geschenkpapier rundum beklebt wird, mit den Geschenken füllen, die den Vorgaben entsprechen. Dabei kann man ein Paket für ein Mädchen oder einen Jungen im Alter von zwei bis vier Jahren, von fünf bis neun Jahren oder von zehn bis vierzehn Jahren zusammenstellen. Mit den Etiketten, die in den Flyern zu finden sind, wird der Schuhkarton entsprechend markiert. Der Karton ist dann mit einem Gummiband zu verschließen und mit einer Geldspende von acht Euro, die den Versand finanziert, in einer Sammelstelle bis zum 15. November abzugeben. Weitere Informationen, zum Beispiel wo Sammelstellen zu finden sind, gibt es unter www.geschenke-der-hofffung.org

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