Schwimmkurs für Flüchtlingskinder / Stellwerk und Förderverein arbeiten zusammen

Flüchtlingskinder lernen mit Spaß und Freude in Altena schwimmen

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Regine Koopmann, Ursula Möhling und Kyra Leweke (v.l.) freuen sich mit den Kindern (nur ein Teil der Schüler ist zu sehen).

Altena  - „Achtung, fertig, los!“ – Auf Kommando springen die Kinder ins Becken. Sie toben, plantschen, spielen und rutschen, haben keine Angst vor dem Wasser. Die Vergangenheit scheint außen vor zu bleiben. Spaß und Freude stehen bei den Flüchtlingskindern der Grundschule Mühlendorf während ihres Schwimmkurses im Vordergrund.

Das ist auch das Ziel von Schwimmmeister Uwe Wagner, der die Kinder jeden Mittwoch im Hallen- und Freibad Dahle begrüßt. „Das Schwimmen lernen geschieht nebenbei“, weiß er.

Bei einem Treffen des Stellwerks kam die Idee auf. „Ich hatte den Einfall mit dem Schwimmkurs“, sagt Ursula Möhling. Gemeinsam mit Kyra Leweke, ebenfalls vom Stellwerk, und Regine Koopmann vom Förderverein des Bades war die Umsetzung möglich. Auch die Absprache mit Schulleiter Wolfgang Wilbers sei gut und unproblematisch gelaufen.

Jeden Mittwoch findet nach dem Unterricht nun der Kurs für 13 Flüchtlingskinder statt. Ursula Möhling und Kyra Leweke sammeln die Jungen und Mädchen dann an der Schule ein und bringen sie zum Schwimmbad. Die Kinder zwischen sechs und elf Jahren werden die ganze Zeit von den beiden Frauen und Regine Koopmann begleitet.

„Wir besorgen auch die Badehosen und -anzüge sowie die Handtücher für die Schüler“, so Ursula Möhling. Für die anstehenden Weihnachtsferien bekommen sie Gutscheine mit freiem Eintritt in das Bad, da der Kurs in der Zeit nicht stattfinden wird. „Wir hoffen, dass sie dann mit ihren Eltern oder Paten kommen“, sagt Regine Koopmann. Die Kosten dafür übernehmen Stellwerk und Förderverein gemeinsam.

„Die Kinder nehmen das Angebot gut an“, sind sich die drei Frauen einig. „Uns hat es am Anfang verwundert, dass sie gar keine Angst vor dem Wasser hatten, obwohl sie noch nicht schwimmen konnten“, erzählt Kyra Leweke. 

Spielerisch lernen sie nun das Schwimmen und auch die Sprache. „Untereinander verstehen sich die Schüler ja ebenfalls nicht“, sagt Regine Koopmann. Mit Händen und Füßen klappt die Verständigung – so gut wie ohne Probleme. „Die Kinder lernen unheimlich schnell.“ Kyra Leweke ist begeistert davon. 

Auch nach den Ferien solle der Kurs weitergehen. „Erstmal solange bis alle das Seepferdchen haben.“ „Die Warteliste ist lang“, erzählt Kyra Leweke. Doch eine Erweiterung des Kurses sei geplant. „Die Kinder sind immer willkommen, genau wie alle anderen Badegäste auch“, betont der Schwimmmeister.

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