281 Flüchtlinge lebten Ende Juli in Altena

Zahl der Flüchtlinge in Altena sinkt auf  281

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In Altena lebten Ende Juli 281 Menschen mit Flüchtlingsstatus.

Altena - In den ersten sechs Monaten des Jahres hat sich eine Menge getan in Sachen Flüchtlinge. Aus einer am Donnerstag von der Bezirksregierung Arnsberg veröffentlichten Übersicht geht hervor, dass das Ungleichgewicht bei der Zuweisung auf die einzelnen Städte und Gemeinden in NRW sich inzwischen relativiert hat. Es hatte Ende 2015 für erheblichen Unmut gesorgt.

Arnsberg ist landesweit für die Verteilung der Flüchtlinge auf die Kommunen zuständig. In Altena lebten Ende Juli 281 Menschen mit Flüchtlingsstatus – das sind exakt so viele, wie es die Regelungen des Flüchtlingsaufnahmegesetzes vorsehen. Auch die meisten Großstädte erfüllen inzwischen die vorgesehenen Aufnahmequoten, weil neu ankommende Flüchtlinge in der ersten Jahreshälfte bevorzugt dorthin verwiesen wurden. 

Zurzeit kommen nach Mitteilung der Bezirksregierung täglich zwischen 100 und 200 Flüchtlinge in NRW an. Gleichzeitig laufen die Asylverfahren schneller als bisher – wenn aus Flüchtlingen Asylbewerber werden, ändert sich ihr Status, die Kommune ist dann nicht mehr für ihren Unterhalt zuständig. Dadurch dürfte sich der spürbare Rückgang der Flüchtlingszahl in Altena zumindest zum Teil erklären. 

Es ist zunächst nicht damit zu rechnen, dass Altena weitere Zuweisungen erhält: „Um eine gerechte und ausgewogene Verteilung zu gewährleisten, werden jetzt die Flüchtlinge ausschließlich in die Kommunen zugewiesen, die derzeit bei unter 90 Prozent ihrer Erfüllungsquote liegen, beginnend mit den Kommunen mit der aktuell niedrigsten Quote“, schreibt die Bezirksregierung in ihrer Mitteilung. 

Besonders wenig Flüchtlinge beherbergen beispielsweise Wesel, Straelen, Breckerfeld und Hellenthal mit Aufnahmequoten von unter 50 Prozent. Im Märkischen Kreis liegen die Aufnahmequoten von Balve, Halver, Iserlohn, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Werdohl unter 90 Prozent.

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