Schüler-Aufnahmestopp

Schulleiter Wolfgang Wilbers steht immer wieder vor neuen Aufgaben.

Altena -  Die Beschulung der Flüchtlingskinder ist Wolfgang Wilbers und seinem Team der Grundschule Altena, Standort Mühlendorf, „ein Herzensanliegen.“ Genau 42 Kinder von 383 Schulkindern, die derzeit die Schule besuchen, fallen in die Kategorie Flüchtlinge oder EU-Ausländer.

Das entspricht rein rechnerisch einer Quote von 10,91 Prozent. „Mehr geht zurzeit nicht mehr“, sagt der Rektor. Er hat deshalb in Abstimmung mit Schulrätin Christa Sacher eine Art Aufnahmestopp verhängt, um die betroffenen Kinder „wirklich optimal zu beschulen.“ Die letzten beiden, die ihm zugewiesen wurden, besuchen deshalb jetzt die Gemeinschaftsgrundschule am Breitenhagen. „Das ist gut möglich, weil sie auch im dortigen Umfeld wohnen“, sagte Wilbers. Etwas Luft erhofft sich der Pädagoge durch den anstehenden Schulwechsel von zahlreichen Kindern im Sommer auf weiterführende Schulen der Stadt.

Im Mühlendorf gibt es eine Flüchtlingsklasse, in der 25 Kinder unterrichtet werden. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache. Dabei ist es Wilbers gelungen, eine von insgesamt nur sieben dem Märkischen Kreis in diesem Jahr dafür zugewiesenen und speziell dafür ausgebildeten Lehrkräften nach Altena zu holen.

Er attestierte allen Kindern und ihren Eltern ein großes Maß an Motivation. So ist es durchaus übliche Praxis, dass zahlreiche Jungen und Mädchen bereits am Regelunterricht in verschiedenen Fächern teilnehmen und gut zurecht kommen. Das wolle man weiter forcieren und fördern. Die Lehrkraft, die jetzt zusätzlich für die Flüchtlinge das Mühlendorf-Team verstärkt, hat zum Beispiel eine Ausbildung als Lehrerin im Fach „Deutsch als Fremdsprache“.

Ähnlich verhält es sich am Burggymnasium (BGA). Dort besuchen zurzeit 38 Flüchtlingskinder zwei Klassen – das sind schon zwei junge Leute über dem eigentlich erlaubten Soll der vorgegebenen Klassenstärken. Für sie stehen ebenfalls speziell ausgebildete Lehrer zusätzlich zur Verfügung. Nach dem eindeutigen Beschluss des Rates, am BGA eine weitere Flüchtlingsklasse einzurichten, wird sich hier ebenfalls im Sommer die Situation entspannen. Allerdings verfügt die Schule dann vermutlich noch nicht über eine zusätzliche Lehrkraft speziell für diese Klientel. Auch Hans-Ulrich Holtkemper bescheinigte als Schulleiter den in seinem Haus unterrichteten Kindern einen durchweg guten Willen und eine hohe Motivation in Sachen Lernen.

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