Laboruntersuchung soll Klarheit bringen

Fischsterben im Rahmedebach

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Die Helfer entfernten die Fische aus dem Rahmeder Bach.

Altena - Ein akutes Fischsterben im Rahmeder Bach rief am Samstag, 24. September,  Feuerwehr, Kriminalpolizei, Ordnungsamt, Untere Wasserbehörde und das Landesamt für Umweltschutz auf den Plan:

Unterhalb der Einmündung zum Breitenhagen bis hinab zum IMRA-Gelände hatten aufmerksame Passanten zahlreiche verendete Bachforellen im Wasser entdeckt. Insbesondere die toten ausgewachsenen Exemplare fielen mit bloßem Auge auf. 

Morgens gegen 9 Uhr hatte ein Fußgänger auf Höhe des IMRA-Geländes eine ungewöhnlich hohe Anzahl der verendeten Bachforellen entdeckt. Die Polizei wurde verständigt, im Laufe des Tages trafen die für den Gewässerschutz zuständigen Behördenmitarbeiter ein.

Feuerwehrchef Alexander Grass und Ordnungsamtsmitarbeiter Stefan Wille gingen zu Fuß das unwegsame Ufergelände ab, fanden mit bloßem Auge jedoch keine Giftstoffquelle, die das Fischsterben auf dem kurzen Gewässerabschnitt hätte verursachen können. 

Viele tote Forellen trieben im Rahmeder Bach. Woran sie verendet sind, wird jetzt eine Laboruntersuchung klären.

Eine Grenze war allerdings deutlich auszumachen: Kurz oberhalb des Abzweigs Breitenhagen waren lebende Forellen angetroffen worden und auch Forellen unterhalb des IMRA-Geländes waren offenbar nicht betroffen. 

Ein Umweltalarm wurde aufgrund der begrenzten Gefahrenzone nicht ausgerufen, die Angler in der Lenne – an diesem sonnigen Samstag zahlreich am Start – konnten ihre Fänge unbesorgt mitnehmen. Durch Mitarbeiter von Kreis- und Landesbehörden wurden Gewässerproben genommen und auch ein paar der verendeten Forellen werden durch die Arnsberger Bezirksbehörde untersucht. Die optische und analytische Laborauswertung kann bis zu drei Tage dauern, erklärte Kreis-Mitarbeiter Karsten Runte. Ihm werden die Ergebnisse mitgeteilt, anschließend wird sich zeigen, ob und was am Rahmeder Bach zu tun ist, um ähnliches zu vermeiden. 

Mitglieder des Löschzugs Rahmede der Altenaer Feuerwehr schlüpften nach beendetem Behördeneinsatz in die Wathosen und sammelten die toten Forellen in Eimern ein. Sie wurden dem Bauhof zur Entsorgung überreicht. Auch die Interessengemeinschaft Lennetaler Sportfischervereine war vor Ort. 

Sie als Betreiberin des Bruthauses an der Fuelbecker Talsperre ist sehr auf den Erhalt der heimischen Bachforelle mit dem markanten roten Punkt bedacht: Erst vor wenigen Monaten hatte sie in einer großen Aktion tausende Jungtiere in die heimischen Gewässer ausgesetzt. Wochenlang hatten die Angler die befruchteten Eier im Bruthaus gehegt, bis die kleinen Forellen geschlüpft waren

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