Der Film aus Altena „Auf einmal“ kommt ins Kino

Eine Szene, die offenbar am Tiergarten gedreht wurde; im Hintergrund ist der Knerling erkennbar: Karsten (Sebastian Hülk) und Karstens Vater (Hanns Zischler) beraten sich hier auf dem Balkon. -  Foto: EEE-Productions/Erkmen

Altena - Jetzt steht es fest: Die Premiere von „Auf einmal“ wird am 6. Oktober stattfinden. Der Kinofilm, der im Herbst 2014 in der Burgstadt gedreht wurde, wird ab dann auch außerhalb von Festivals dem Kinopublikum zugänglich gemacht.

Bei der Agentur Filmpresse Meuser in Frankfurt, die für den Verleiher MFA die Promotion für den Film übernommen hat, geht man davon aus, dass es eine Premiere wird, wie es sein soll: Zumindest Teile des „Casts“, also der Schauspielerriege, und auch der Crew dürfe man zu diesem Anlass erwarten. Ob allerdings die Burgstadt wirklich als Veranstaltungsort der Premiere in Frage kommt, müsse man offen lassen, heißt es in Frankfurt unter Hinweis auf die Größe des örtlichen Kinos.

In Altena ist man auf den Film von Autorin und Regisseurin Asli Özge natürlich ganz besonders gespannt. Schließlich wurden die allermeisten Szenen des Films hier aufgenommen. 39 Drehtage gab es insgesamt, davon waren „Cast und Crew“ an 35 Tagen in der Burgstadt unterwegs. Die Dreharbeiten begannen am 16. September 2014, die letzte Klappe fiel am 9. November – in Berlin. Zwei Tage wurde noch in der Hauptstadt gedreht, zwei Tage außerdem zuvor bei Siedlinghausen im Hochsauerland. Der Rest ist Altena, und zwar ganz viel davon: Orte, Straßen und Gebäude, die ein jeder kennt. Und es werden auch eine Menge bekannter Gesichter zu sehen sein, denn allein 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten sich um eine der Komparsenrollen von „Auf Einmal“ beworben. 

Die Stadt trägt auch im Film ihren Namen und – ein Beispiel – die Eröffnung des Erlebnisaufzuges wird in der Rahmenhandlung noch einmal in Erinnerung gerufen. Im Mittelpunkt des Dramas aber steht der Bankangestellte Karsten, dessen geordnetes Leben durch den Kontakt zu einer Unbekannten Frau auf seiner Party letztlich aus den Fugen gerät. „Es entfaltet sich immer mehr das Bösartige“, orakelt das PR-Büro. Was die Filmemacher um den Produzenten Fabian Massah (Berlin) aus dem Material von 39 Drehtagen letztlich als 112 Minuten langen Kinofilm herauskondensiert haben, das wird viele in der Burgstadt interessieren. In den Hauptrollen sind neben Sebastian Hülk (Karsten), Julia Jentsch, Hanns Zischler, Sascha Alexander Gersak und Luise Heyer zu sehen. Die Kamera führte Emre Erkmen.

Nach der allerersten Aufführung bei der Berlinale 2016 in der Hauptstadt hat der Film beim Istanbul-Festival den Preis des Filmkritikerverbandes FIPRESCI bekommen. Auch das Plakat aus der Hand von Bülent Erkmen hat sich als preiswürdig erwiesen: Es erhielt den Graphis „Silver Award“. „Auf einmal“ ist der erste deutschsprachige Kinofilm von Regisseurin Asli Özge.

An Altena hat das ganze Filmteam gute Erinnerungen. „Wir sind mit der Erfahrung sehr glücklich“, schilderte Fabian Massah gegenüber dem AK seine Eindrücke. Bürger und Behörden hätten sich dem Projekt gegenüber sehr offen gezeigt, ihm sei der Zugang zu vielen Drehorten ermöglicht worden. Selbst das Amtszimmer des Bürgermeisters konnte die Filmcrew einmal anmieten; und auch in der Sparkasse wurde gedreht.

http://www.mfa-film.de/kino/id/auf-einmal/

Interview mit Asli Özge und Julia Jentsch von artechock

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