Feuerwehrleute schneller ausbilden

ABC-Übungen gehören zum Alltag in der Ausbildung der Feuerwehrleute. Dieser Part wird jetzt in Modulen neu angeboten.

Altena - Die Feuerwehren im Märkischen Kreis beteiligen sich an der landesweiten Ausbildungsoffensive mit der etwas sperrigen Bezeichnung „FeuerwEhrensache“. Ziel des Pilotprojektes ist es, junge Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen nach dem Eintritt in die Wehr schneller mit in den Einsatz nehmen zu können.

„Eine wirklich gute Sache“, betont Altenas Wehrleiter Alexander Grass auf AK-Nachfrage und erklärt, „die Zielsetzung des Projekts besteht darin, das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr zu stärken und mehr Menschen für sie zu begeistern.“

Dies soll in erster Linie durch eine Umstrukturierung der Feuerwehrausbildung geschehen: „Die Ausbildung nimmt für gewöhnlich mehrere Monate in Anspruch, durch eine Komprimierung der einzelnen Lehrgänge soll sich das ändern.“

In verschiedenen Workshops und Arbeitsgruppen werden konkrete Ideen für Pilotprojekte zur Stärkung des Ehrenamtes erarbeitet. Alexander Grass nennt zwei Beispiele: „Da ist zum einen die ABC-Ausbildung. Sie nimmt derzeit acht Wochenenden in Anspruch. Für Feuerwehrmitglieder, die beispielsweise im Einzelhandel tätig sind, ist das kaum zu leisten. Es bekommt eben niemand acht Samstage hintereinander frei“, so Grass. Abhilfe soll hier künftig eine Modul-Ausbildung schaffen. Ein anderer Ansatz zur Erleichterung bei Terminschwierigkeiten wird in einer örtlich übergreifenden Ausbildung gesehen. „Es muss nicht alles in der heimischen Wehr passieren“, meint der Wehrleiter. So solle beispielsweise ein Feuerwehrmann aus Hemer auch Ausbildungstermine in Meinerzhagen besuchen können.

Zudem könne man sich heute durch die modernen Medien viel Theoriewissen zuhause aneignen: „Wenn man abends auf dem Sofa liegt und nichts im Fernsehen kommt, kann man sich im Internet über verschiedene Dinge, zum Beispiel über Atemgifte bei Bränden, informieren. Das war früher in dieser einfachen Form nicht möglich“, erklärt Alexander Grass.

„Wir wollen gemeinsam neue Wege gehen. Auch die Feuerwehr wird immer moderner und es wäre fatal, wenn man diesen Weg nicht mitgehen würde.“ Von Daniel Schröder

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