Neues Einsatzleitfahrzeug für die Feuerwehr

Freude bei der Feuerwehr: Stadtkämmerer Stefan Kemper (2. v.l.) übergab der Führungsspitze der Wehr mit dem stellvertretendem Stadtbrandinspektor Stefan Brockhaus, Stadtbrandinspektor Alexander Grass und Wachenleiter Udo Winter (v.l.) die Papiere und den Zündschlüssel für das neue Einsatzleitfahrzeug. Es löst den bisherigen vom Lions-Club gesponserte BMW ab. -  Foto: Bonnekoh

Altena - An der feuerroten Farbe und dem geschmackvollen „Design Altena“ mit der umlaufenden, reflektierenden Warnbeklebung, ist es allemal zu erkennen. Doch wer jetzt einen fabrikneuen VW Tiguan mit dem amtlichen Kennzeichen MK AL 9014 vor sich fahren hat, folgt dem neuen Einsatzleitfahrzeug der Altenaer Feuerwehr.

Es wurde am Montagabend von Stadtkämmerer Stefan Kemper offiziell in Dienst gestellt. Das 45 000 Euro teure Auto löst damit nach mehr als 13 Jahren einen BMW-Kombi (Baujahr 1999) ab, den 2002 der Lions-Club der Wehr gesponsert hatte. Ausrangiert wird das Auto noch nicht – weil ein VW Polo, der bisher für Fahrten zu Lehrgängen genutzt wurde, defekt ist, soll hier der BMW eingesetzt werden, „so lange er eben hält“, wie Alexander Grass sagte.

Der Stadtbrandinspektor dankte am Montag der Verwaltung für die Anschaffung. Wer jetzt sage, schon wieder ein rotes Auto, verkenne aber die Situation. „Es ist nötig“, so Grass. Gleichwohl erkenne man die Schwierigkeiten des Haushaltes an und verfüge jetzt alles in allem über 31 Fahrzeuge. In seinen Dank bezog er ausdrücklich auch die Kommunalpolitiker der Burgstadt ein. Ein wenig schelmisch meinte er dennoch: „Wir haben immer noch Wünsche und werden vielleicht schon in ein paar Monaten noch einmal vorsprechen müssen.“

Stefan Kemper sprach von einem „schicken Anlass, der uns zusammenführt“, und bezeichnete den VW Tiguan als „tolle digitale Kiste, die vom iPad über den MP3-Player und weitere Einbauten einfach alles hat.“ Es sei Stadt und Politik ein Anliegen, dass die Wehrführung im Einsatzfalle möglichst schnell und gut ihre Entscheidungen fällen könne. Deshalb stellte er fest: „Ich halte das Auto für angemessen, auch in der Preisklasse.“ Andere Kommunen hätten sicherlich noch besser ausgestattete Autos, „doch ein VW mit 140 PS ist für unsere Stadttopografie sicherlich richtig und ausreichend.“

Besonders freute sich die Wehr, die mit rund zwei Dutzend Feuerwehrkameraden der kleinen Feierstunde beiwohnte, dass ein Allrad-Fahrzeug den bisherigen BMW mit Heckantrieb ablöst. „Da dürften wir künftig überall auch im Winter durchkommen“, hieß es allgemein. Denn das neue Einsatzleitfahrzeug ist auch so etwas wie die Reserve, wenn das NFL (Notfallrettungsfahrzeug) einmal ausfallen sollte.

Stefan Zlobinski, Abteilungsleiter Technik der Wehr an der Bachstraße, zeichnete für das Design Altena (Burg) sowie die Warnbeklebung des neuen Autos mit verantwortlich. Die Ladehaltung (230 V) garantiert ein stetes Anspringen des Fahrzeuges, in dessen Ladesockel zum Beispiel auch tragbare Funkgeräte und Handlampen aufgeladen werden können. - Von Johannes Bonnekoh

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