Feuerwehr macht sich mit Notfall-Infrastruktur im Burgaufzug vertraut

Das sieht der Aufzugsnutzer nie: Jeder Abschnitt des Edutainmentsystems kann separat geöffnet werden.

Altena - Der Burgaufzugsstollen verfügt über weitaus mehr Türen, als der Nutzer bei einem fröhlichen Ausflug sehen kann. Selbst der eigens eingerichtete Feuerwehrraum fällt kaum auf. Er enthält jedoch die entscheidende Notfall-Infrastruktur, mit der die Einsatzkräfte sichern, entriegeln und evakuieren können.

Die Löschwasserentnahmestationen pflegen sich nahezu elegant ins Erscheinungsbild des Stollens ein. Am auffälligsten ist noch der Hydrant, der rechtsseitig des Haupteingangs steht. Der hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Dort liegt ein so hoher Druck an, dass über einen Schlauch und eine Steigleitung im Schacht ohne Einsatz einer weiteren Pumpe Löschwasser zur Burg befördert werden kann.

Sollte es im Aufzug brennen, steuert eine Gruppe direkt die Remise im oberen Hof an, um auch von oben das Feuer zu bekämpfen.

Die Führungskräfte des Löschzugs I sind mit der Einsatztaktik zwar längst vertraut, wurden am Donnerstag aber von Hauptbrandmeister Thomas Stuwe mit den technischen Raffinessen der Notfall-Infrastruktur vertraut gemacht. Der Feuerwehrraum, zugänglich über den Seiteneingang des Foyers, verfügt über einen Schaltkasten. Über ihn können sämtliche Abschnitte im Edutainment-Bereich bedient werden. Sollte dort ein Brand ausbrechen, schottet eine Schiebewand die Gäste vor dem Drehkreuz ab. Sie verlassen das Gebäude durch den Haupteingang. Die Menschen im Stollen werden durch die Wand nicht eingesperrt, sondern nutzen den rechten Notausgang zur Lennestraße.

„Für die Aufzugpassagiere sieht der Notfallplan vor, dass der Fahrstuhl die Endposition am regulären Ausstieg auf der Burg einnimmt“, erklärt der stellvertretende Wehrleiter Stefan Brockhaus. Durchsagen in deutscher und englischer Sprache leiten die Gäste in die sicheren Zonen.

Wahrscheinlichster Auslöser für Brände ist die Elektro-Infrastruktur des Edutainment-Systems. Jeder dieser Computer verfügt über eine eigene, leicht zu öffnende Tür. „Vermutlich wird es schon ausreichen, dort mit dem CO2-Löscher anzusetzen, um die Gefahr zu bannen“, erklärt Thomas Stuwe. „Übrigens liegt nicht immer ein Fehlalarm vor, wenn ein Feuerwehrfahrzeug vor dem Aufzug steht. Schulungen und Einweisungen an diesem Objekt müssen sein und deshalb sind wir auch öfter mal hier“, erklärt er weiter .

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