Evingser weihen ihren Kuhlandweg ein

Evingser weihen Kuhlandweg ein

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Friedrich-Wilhelm Klinke vom Heimatverein bei der Montage des Straßenschildes. Viele Evingser engagierten sich für die Wiederherstellung des Verbindungswegs.

Altena - Das Feuerwehrgerätehaus Evingsen hat eine neue inoffizielle Adresse: Kuhlandweg 1 könnte sie heißen, denn ein neues Straßenschild hat der abkürzende Weg in den Dorfkern am Samstag vom Heimatverein bekommen. Insbesondere die Schulkinder und Friedhofsbesucher sind glücklich, sich künftig einem Umweg sparen zu können.

Einst war es gang und gäbe, dass hinterm heutigen Feuerwehrgerätehaus abgekürzt wurde. Damals war das Flurstück noch Weideland, weshalb bis heute der Name Kuhlandweg etabliert ist. Viele Evingser erinnern sich noch an diese Zeit. Erst mit der Ortsbebauung in den 50er Jahren wich das Vieh dem Wohnraum. Aber auch lange Zeit danach wurde der Kuhlandweg noch genutzt.

Als nun seine Reaktivierung Thema wurde, ließen sich weder SGV, noch Bauhof, Heimatverein und Bürgerschaft lumpen und bildeten eine große Helferschar, um die Abkürzung wieder begehbar zu machen. ,,Wir haben mit 30 Leuten an einem Tag geschafft, wofür wir eigentlich drei Tage eingeplant hatten”, so Ortsvorsteher Thomas Schmitz.

Der wiederhergestellte Kiesweg ist nicht nur eine verkehrssichere Anbindung zur Ihmerter Straße für die Dorfbewohner. Er verbindet auch den neuen Wanderparkplatz mit dem neuen Evingser Rundwanderweg, der nach den Sommerferien erstellt wird. Dazu wird die Dorfinitiative noch einladen. Einer Infoveranstaltung folgen die ersten Arbeitseinsätze, um die acht Kilometer lange Sauerlandspur zu erschließen. Der Kuhlandweg ist Teil des Rückwegs. Als frisch zugelassene Leader-Region könnten die Evingser für ihr Projekt auch Fördermittel aus der EU bekommen. Der neue Weg wird in die historischen Kalkabbaugebiete des Dorfs führen. In der geschichtlichen Aufbereitung ist Ortschronistin Helga Mosch stark eingebunden. Ihr wurde am Samstag die Ehre zuteil, das Band zum Kuhlandweg zu zerschneiden. Gefeiert wurde mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken, die im Feuerwehrgerätehaus serviert wurden. Und natürlich nutzten die Gäste den Tag, einen Spaziergang über den neuen Weg anzutreten. Acht bis zehn Gehminuten können durch ihn eingespart werden und nirgendwo kann auch nur ein Auto die Fußgänger gefährden.

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