Ole Becker holt den Adler

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Auf den Schultern der Jungschützenzugführer Christian Brühl (links) und Pascal Hoinka (rechts) präsentiert der 1. Vorsitzende der Evingser Schützen, Andr´e Schneider (ganz rechts), am Samstag den neuen „kleinen König“ Ole Becker. 

Altena -   Der neue Jungschützenkönig der Evingser heißt Ole Becker! Erst spät fiel der Adler, zu guter Letzt wurden die Jungschützen von älteren Mitgliedern des Vereins unterstützt, um den Vogel von der Stange zu holen.

Viele Familien aus Evingsen und der Umgebung hatten sich am Samstagnachmittag auf dem Schützenplatz eingefunden, um ein friedliches Fest zu feiern. Traditionsgemäß starten die Evingser Schützen mit dem Jungschützen-Königschießen in die Bekränzungswoche, bevor am kommenden Freitag die Erwachsenen auf den Adler anlegen.

Wegen der verschärften Richtlinien fand das Schießen um die Königswürde in diesem Jahr im Schützenheim statt. Das war schade für die vielen Zuschauer, die nun nicht mehr so nah am Geschehen sein konnten. Die Eltern der zehn Jugendlichen, die sich dem Wettbewerb stellten, und einige Freunde fanden immerhin Platz vor der Absperrung und drückten ihrem Nachwuchs die Daumen. Acht Jungen und zwei Mädchen setzten sich beim ersten Durchgang, bei dem auf Scheiben geschossen wurde, durch. Sie durften danach auf die Insignien anlegen. Erfolgreich waren Finn Becker (Krone), Amelie Gluth (Zepter) und Ole Becker (Apfel). Die Namen der erfolgreichen Schützen wurden mit einem Salutschuß der Artillerie bekanntgegeben.

Dann begann das Zielschießen auf den Adler. Mit „Ah!“ und „Oh!“ kommentierten die Zuschauer jeden Schuss, der das Holz zum Splittern brachte. Aber fallen wollte der Vogel nicht! Letztendlich beschlossen die Verantwortlichen, den Jugendlichen jeweils einen erwachsenen Schützen an die Seite zu stellen. Nach dem Kommando „Feuer frei!“ zermürbten dann immer zwei Schüsse das Holz, so dass nach wenigen Durchgängen Ole Becker den Adler von der Stange holte. Zu seiner Königin wählte er Jule Weihl.

Draußen hatten derweil die Kinder ihren Spaß an der Hüpfburg oder dem großen aufblasbaren Kletterturm, während die Großen sich in Grüppchen zusammen fanden und den warmen Sommertag genossen. Auswärtige waren zu diesem Ereignis ins Dorf gekommen, ebenso wieGäste aus Altena und der Umgebung. Musikalisch sorgte der Spielmannszug für Unterhaltung.

Und so wurde auch dieses Fest das, was ein Schützenfest ausmachen sollte: Bewahrung von Traditionen und Anlass für Geselligkeit.

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