Lehrer-Autos zerkratzt

Mit bloßem Auge sind die tiefen Ritzereien im Autolack noch gut zu erkennen. Allein das Richten dieser betroffenen Pkw-Seite soll mehr als 1 500 Euro kosten. Betroffen sind aber viele weitere Autos von Mühlendorf-Lehrern oder -Betreuern. Foto: Bonnekoh

Altena -  Dass ein Lehrerkollegium die Summe von 500 Euro zusammen legt, um einen Straftäter zu ermitteln, ist schon ungewöhnlich. Diesen Weg gehen jetzt die Bediensteten der Grundschule Altena im Mühlendorf.

Seit Wochen und Monaten werden nämlich die Privatfahrzeuge von Lehrerinnen, Lehrern, Praktikanten und Betreuungspersonal beschädigt. „Unser Problem ist zwar schon relativ alt, aber so massiv, wie es im Moment auftritt, hatten wir es noch nicht“, sagt Katrin Held.

Kollegen, die täglich entlang der Gartenstraße parken – und das ist, wie eine Rückfrage beim Ordnungsamt ergab ausdrücklich erlaubt und zulässig – werden oft die kompletten Fahrzeugseiten zerkratzt. Unsere Zeitung konnte sich ein Bild von gleich vier Pkw machen, die massive Schäden an Kotflügeln sowie den beiden Autotüren und der Motorhaube hatten.

Warum hier jemand mit spitzen Gegenständen derartig gegen Autos vorgeht, ist den Betroffenen rätselhaft. „Wir sind ausdrücklich bemüht, die Parksituation für alle Anwohner nicht unnötig zu erschweren“, sagt Katrin Held. Ihr wurden sogar schon Fälle bekannt, dass Eltern ihre Kinder in die Schule brachten und bei der Rückkehr nach ein paar Minuten ebenfalls Lackschäden vorfanden.

Natürlich haben die Betroffenen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Natürlich geht die Polizei jetzt verstärkt Streife rund um die Schule im Mühlendorf: Allein, wer der oder die Täter sind, ist bisher unbekannt.

Das Lackieren einer Tür oder ganzen Autoseite kostet nicht selten 1000 oder noch deutlich mehr Euro, haben die Betroffenen leidvoll erfahren müssen. Sie gehen jetzt noch einen Schritt weiter. Noch gestern verteilten sie im Umfeld der Schule Informations-Zettel, die auf ihre besondere Sorge und ihren Ärger aufmerksam machen. „Das ist mit der Kriminalpolizei abgestimmt“, so Katrin Held. Noch einmal betonen sie und ihre Kollegen, keinen Generalverdacht gegen Anwohner der Gartenstraße auszusprechen oder auch umzuparken, sollte man wirklich einmal wenige Zentimeter zu weit in einer Ein- oder Ausfahrt stehen. Aber: Bei allem Verständnis für die sicherlich oft schwierige Verkehrssituation. Jetzt sei das Maß voll. Hinweise erbitten die Betroffenen direkt an die Polizei, Tel. 02352/91 990, weiterzugeben.

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