Landesgelder kommen

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Regierungspräsidentin Diana Ewert zu Besuch bei Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein.

Altena - Regierungspräsidentin Diana Ewert hat am Montag Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein besucht. Die Leiterin der Bezirksregierung hatte dabei nicht nur gute Nachrichten im Gepäck, sondern „auch das Portemonnaie mit“, wie sie sagte.

Gemeint war eine Zuschussbewilligung über die Summe von 488 000 Euro. Das Geld soll verwendet werden für den Aufbau eines Begegnungszentrums, in dem Einheimische und Flüchtlinge leicht und mit verschiedenen Zukunftsperspektiven zueinander finden können.

Der Zuschuss stammt aus einem Landesprogramm, das Ende vergangenen Jahres aufgelegt worden war. 100 Kommunen konnten hier auf zusammen 72 Millionen Euro hoffen - vorausgesetzt, sie präsentierten ein schlüssiges Konzept zur Verwendung der Gelder. Das war der Burgstadt offenbar gelungen.

Die Regierungspräsidentin bezeichnete es als „bemerkenswert und innovativ, was sie machen“. Altena habe als eine von vergleichsweise wenigen Städten ein weiteres Mal „die Chance am Schopf gegriffen.“ Der Bürgermeister beschrieb das Vorhaben des Rates als Versuch, „eine Win-Win-Situation zu schaffen.“ Das Begegnungszentrum soll bewusst nahe der Innenstadt angesiedelt werden und in einer vorhandenen Immobilie installiert werden. Dabei stünden derzeit einige zur Auswahl, so der Bürgermeister, der aber noch keine Details nennen mochte.

Gearbeitet werde schon in der Aus- oder Umbauphase nicht für Flüchtlinge, sondern mit ihnen, wie Hollstein sagte. Die Migranten sollen dort, auch im Blick auf eine mögliche Arbeitsförderung, nach ihren Möglichkeiten tatkräftig mitwirken. Und es wird eine Stelle geschaffen: Schon in der nächsten Woche wird es nach etlichen Bewerbungen im Rathaus zu Auswahlgesprächen kommen. Dabei entscheidet sich, wer die Leitung des Begegnungszentrums als „Projektmanager“ für einen Zeitraum von zunächst zweieinhalb Jahren übertragen bekommt. Das Salär ist im Landeszuschuss aus Arnsberg enthalten.

In dem Zentrum sollen regelmäßige Treffen und Begegnungen stattfinden, aber auch Sprachkurse – ähnlich wie es jetzt bereits geschieht, nur eben noch deutlich häufiger.

Die Regierungspräsidentin hatte darauf aufmerksam gemacht, dass im Bezirk in der Vergangenheit jährlich etwa 2000 Flüchtlinge aufgenommen worden waren. Im letzten Jahr waren es dann 16 000 pro Woche.

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