Eugen-Schmalenbach-Gebäude im Gespräch

Neue Heimat für das Kreisarchiv?

Als Schul-Standort läuft das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg im Jahr 2017 am Ort aus. Foto: Bonnekoh

Altena -  Zum Ende des Schuljahres 2016/2017 geht im Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg, Standort Altena, endgültig das Licht aus. Dann werden die Bildungsgänge dieser Einrichtung in Halver-Ostendorf zentralisiert. Doch leer stehen muss das Gebäude dann nicht.

Bereits seit Wochen laufen die Überlegungen auf Hochtouren, in den dann frei werdenden Räumen das bisher auf viele Häuser verteilte Archiv des Märkischen Kreises sowie die Kreis-Medienstelle (früher Kreisbildstelle) anzusiedeln. Das bestätigte auf Anfrage noch einmal ausdrücklich die Pressestelle des Märkischen Kreises.

Noch ist aber ungewiss, ob der Kreis 2017 wirklich seine alten Kreishäuser I und II entlasten kann. Denn: Die Statik des Eugen-Schmalenbach-Kollegs bereitet den Kreisverantwortlichen Sorge. Wie berichtet, musste bereits die Aula wegen akuter Gefahr abgebrochen werden.

Aufmerksamen Altenaern ist es nicht entgangen, dass in den vergangenen Wochen immer mal wieder ein fahrbares Gerüst zur Straßen- und Hangseite entlang des Gebäudes wanderte. Fachleute des Kreises öffneten an verschiedenen Stellen die äußere Hülle des Kollegs, um zu prüfen, inwieweit die Stahlträger korridiert sind beziehungsweise bereits durchrosteten. Belastbare Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor. Die werden erst im Frühjahr 2016 erwartet.

Sollte die Statik es hergeben, könnte dann aber endlich das gesamte Kreisarchiv eine neue, gemeinsame Heimat finden. Dann wäre auch der Behelf mit der Anmietung von Lagerräumen für die Museen Burg Altena zu Ende. Bisher sind seit vielen Jahren wertvolle Exponate in einer Halle in der Nette eingelagert. Und auch das Gebäude des ehemaligen Altenaer Krankenhauses an der Freiheitsstraße könnte einer neuen Nutzung zugeführt werden. Dort ist die Medienstelle des Kreises angesiedelt. Die sei keinesfalls in Zeiten von Internet und Co. überflüssig, hieß es gestern von Seiten der Pressestelle. „Das Angebot – es gibt natürlich auch On-Leihe – wird rege genutzt.“

Zurzeit sind in einigen freien Räumen des Berufskollegs schon mehr als 30 Kubikmeter „Erinnerungen“ fürs Archiv eingelagert. Es handelt sich dabei um die Jugendherbergs-Sammlung von Hans Ermert, die er dem Kreis zur Verfügung stellte. (Das AK berichtete).

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