IMRA-Gelände: Abriss im großen Stil

+
Auf diesem Foto ist die Größe des gesamten IMRA-Komplexes – 9000 Quadratmeter – gut zu erkennen. Auch das vierstöckige Gebäude hinten rechts gehört dazu.

Altena - Zwei Gebäude an der Rahmedestraße und das Pförtnerhaus an der Westseite des Gelände sind bereits gefallen. Der Abriss des einstigen IMRA-Geländes ist angelaufen.

Nach der Entkernung des Gebäudekomplexes sind Mitarbeiter von Bauunternehmer Siegmund Müller nun seit etwa 14 Tagen dabei, der Außenhaut der Immobilien mit dem Bagger zuleibe zu rücken.

Neben der schieren Masse an Gebäuden sieht Müller bei den laufenden Arbeiten keine besonderen Schwierigkeiten: „Dass hier das Gewässer und die Straße zu schützen sind, ist alltäglich.“

Zunächst wurde im östlichen (unteren) Teil des Geländes abgerissen; dabei verschwanden zwei Wohnhäuser, die einst der Familie Hesse gehört hatten.

Nun sind die Arbeiten Rahmede-aufwärts gewandert und konzentrieren sich die ersten Gebäude des Hauptkomplexes. Es wird nicht mehr lange dauern, dann muss auch wieder in den Verkehr auf der Rahmedestraße eingegriffen werden. Dann wird erneut eine halbseitige Sperrung erforderlich. Beim Abriss wird dann Rahmede-abwärts gearbeitet. Siegmund Müller berichtet zudem, dass während dieser Phase der Arbeiten ein so genannter Verbau im Rahmedebach installiert wird, um die Wandungen abzustützen – eine Konstruktion, wie man sie von Kanalarbeiten kennt.

Matthias Rentrop als ehemaliger Eigentümer des Gebäudes rechnet damit, dass die Fläche bis Weihnachten abgeräumt ist. Zum Bauzeitenplan des Neubaus – es soll ein Edeka-Markt entstehen – macht Rentrop noch keine Aussage.

Der Immobilienbestand auf der Grundfläche von rund 9000 Quadratmeter ist eindrucksvoll groß. „Wenn man zu Fuß alle Etagen und Räume abgeht, dann ist man dort zwei Stunden unterwegs.“ Der ehemalige Eigentümer macht im Zusammenhang mit dem Neubau auf einen Aspekt aufmerksam, der in der öffentlichen Diskussion – auch über die Schließung des Toom-Marktes – seiner Ansicht nach eher zu kurz gekommen ist: Man müsse auch an die Bewohner des Drescheider Berges und des Breitenhagen denken: „Das ist das größte Wohnquartier in der Stadt“. Dort seien die Menschen „heilfroh“, dass ein Vollsortimenter in ihre Nähe kommt.

Zur Versorgungslücke zwischen Schließung des Toom und Eröffnung des Edeka erinnert Rentrop auch daran, dass es eine solche Situation schon einmal gab. „Das war, nachdem der Plus-Markt am Stapel geschlossen hatte und dann Plaza aufhörte.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare