„Kraneberger“ ist am besten

Engelskircher verkauft in Altena Wasser aus dem Hahn

Günter Engelskircher (links) verkauft Wasser aus der Leitung. Das findet nicht nur Kundin Gaby Mastrogiorgio gut, sondern auch der Stadtwerke-Vertriebsleiter Hendrik Siebecke.

Altena - Wasser ist derzeit in aller Munde – auch das aus dem Kran. Vergangene Woche erst beschäftigte sich Tim Mälzer im „Lebensmittelcheck“ der ARD mit dem Thema und kam zum gleichen Ergebnis wie zuvor schon die Stiftung Warentest: Beide bestätigten die hohe Qualität von Leitungswasser in Deutschland.

Es sei das am strengsten kontrollierte Lebensmittel und mindestens so gesund wie die Flaschenware. Zudem enthalte das Leitungswasser meist auch mehr Mineralien wie zum Beispiel Magnesium oder Kalzium als das Wasser aus dem Supermarkt. Auch die Stadtwerke Altena springen jetzt auf den „Kraneberger“-Zug. 

Frisches Altenaer Trinkwasser

Zupass kommt ihnen dabei eine Initiative des Gastwirts Günter Engelskircher, dem Betreiber der Gaststätte Haus Mayweg und des Cafés Talstation. Er bietet seinen Gästen seit einigen Wochen frisches Altenaer Trinkwasser an - wahlweise mit viel, wenig oder ohne Kohlensäure. Im Café Talstation sei „der frische Schluck Altena“, wie Engelskircher sein Produkt nennt, der Renner, berichtet der Gastwirt. 

„Meine Gäste schätzen den lokalen Bezug und den klaren und frischen Geschmack unseres Wassers.“ Gaby Mastrogiorgio, regelmäßiger Gast der Talstation, ist jedenfalls auf den Geschmack gekommen und gönnt sich regelmäßig einen „Schluck Altena“.„Seit dem trinke ich auch immer öfter zu Hause Leitungswasser,“ berichtet sie. 

Damit steht sie nicht alleine: 2012 nahmen die Stadtwerke Altena mit 21 anderen Trinkwasserversorgern am Leistungsvergleich „Benchmark Wasserversorgung NRW“ teil. Ergebnis: 56 Prozent der befragten Altenaer trinken jeden oder fast jeden Tag Wasser aus der Leitung. Mit der Note „Zwei+“ (1,81) erhielt das Wasser aus Fuelbecke und Springer Quelle die beste Bewertung, die im Rahmen des Benchmarks ermittelt wurde. Für Verunsicherung sorgen immer mal wieder Meldungen über einen zu hohen Nitratgehalt. 

Gestern erst berichtete der WDR, dass ein Drittel der Wasserwerke in NRW damit Probleme haben. Altena hat auch in dieser Beziehung eine (fast) weiße Weste. Zusätzlich zu den laufenden Kontrollen des Wassers ist einmal im Jahr eine genauere Analyse fällig. Sie erfolgt durch das Hygiene-Institut in Gelsenkirchen. 2015 fand das im Fuelbecker Wasser 7,4 Milligramm Nitrat pro Liter, im Wasser der Springer Quelle waren es 13 Milligramm. Beide Werte liegen deutlich unter dem in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert von 50 Milligramm. Allerdings spricht das Umweltbundesamt bereits ab 10 Milligramm von einer Belastung.

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