Einigung mit Verwaltungsspitze: TSE mietet Evingser Halle

Auch die Kindergruppen der TSE freuen sich, dass sie die Halle weiter nutzen können.

Altena - Die zukünftige Nutzung der Turnhalle Evingsen nach der Schließung der Grundschule im Sommer dieses Jahres ist geklärt. Der Hauptvorstand der TS Evingsen um Vereinschefin Rita Hosse verzichtet auf einen Kauf, sondern wird statt Eigentümerin ab Juli Mieterin der Halle.

„Wir werden die Turnhalle zu einem für uns akzeptablen Mietzins anmieten. Das ist für die TSE eine sehr gute Nachricht“, sagte Rita Hosse, der die Erleichterung über das Ende der Ungewissheit des für die Turnerschaft „existentiellen Sportstandorts“, der pro Woche von mehr als 200 Sportlern der TSE an unterschiedlichen Abenden genutzt wird, deutlich anzumerken war.

Zusammen mit ihren Vorstandskollegen Paul Ricker und Martin Kayser führte die TSE-Chefin Anfang Mai ein weiteres Gespräch mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und Stadtkämmerer Stefan Kemper, in dem schließlich eine Einigung erzielt wurde. „Das Gespräch war lang und gut. Ich denke, dass beide Seiten mit dem Ergebnis zufrieden sein können“, meinte Hosse. Über die Höhe der Hallenmiete und damit über die finanzielle Belastung des Vereins wollte die TSE-Chefin aber nicht reden. Noch nicht. „Unterschrieben ist noch nichts, wir bekommen den Vertrag erst noch. Daher möchte ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch keine Zahlen nennen“, so Hosse. Die Vorsitzende betonte aber, dass die Miete für den Verein finanziell gut zu stemmen sei und die TSE die Halle auch fremdvermieten dürfe.

Zum Preis von 100.000 Euro

Wie berichtet, wurde der Turnerschaft in vorangegangenen Gesprächen mit der Verwaltungsspitze die Turnhalle zum Kauf oder Mietkauf über 20 oder 25 Jahre zum Preis von 100.000 Euro angeboten. Eine Summe, die nicht nur beim Vorstand, sondern auch in der Mitgliedschaft kollektives Bauchschmerzen verursacht hatte. „Die 100.000 Euro hätten wir nicht gestemmt bekommen“, sagte Hosse, die daher nun sehr glücklich über die Mietvereinbarung sei.

Für die Halle der Hauptschule Rahmede – sie wird im Sommer ebenfalls geschlossen – wird noch eine Lösung gesucht. Dazu finde in Kürze ein Gespräch mit den Rahmeder Vereinen statt, kündigte Stadtkämmerer Stefan Kemper gestern an. Diskutiert werde ebenfalls ein Miet-Modell.

Angaben zur Höhe der von den Vereinen zu zahlenden Miete machte Kemper nicht. Er sagte lediglich, dass natürlich darauf geachtet werde, dass die Vereine durch die Übernahme der Sportstätten nicht finanziell überfordert würden.

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