Bürgerintiative bleibt am Ball

Im Haus „Alte Linden“ in Dahle hat es eine weitere Versammlung der Bürgerinitiative gegeben. -  Foto: Keim

Altena - Die Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“ bleibt am Ball. Bei einer weiteren Mitgliederversammlung am Donnerstagabend in der Gaststätte Alte Linden hat der Vorstand über den neuen Sachstand informiert.

Mit einer Eingabe hat sich die Bürgerinitiative, unterstützt von den SGV-Ortsverbänden und den Ortsvorstehern von Dahle und Evingsen, mittlerweile am 7. Juli an die Bezirksregierung Arnsberg gewandt, berichtete Dr. Frank Hoffmann. Das Schreiben zielt darauf ab, die Windenergie-Vorrangzone auf dem Kohlberg „wegen zahlreicher gravierender Planungsmängel als nicht genehmigungsfähig zurückzuweisen.“

Außerdem setzt man im weiteren Verfahren auf jene Bürger, die sich während der Öffentlichkeitsbeteiligung mit Einwendungen schon an den Neuenrader Rat gewandt hatten – und mit den Antworten auf ihre Argumente nicht zufrieden sind. Rund 30 Besucher der Informationsveranstaltung wollten nun weitere Eingaben ans Regierungspräsidium verfassen, so Frank Hoffmann zum AK. So hofft man, Einfluss auf das Genehmigungsverfahren zu nehmen. Das Regierungspräsidum nämlich muss den Beschluss des Neuenrader Rates zur Änderung des Flächennutzungsplanes nämlich noch absegnen.

Sollte es später aber dennoch zu Baugenehmigungen kommen, so Hoffmann weiter, stehe man in Verbindung mit dem Naturschutzverband LNU. Dem Naturschutzverband steht in dieser zweiten Phase – dem Bau-Genehmigungsverfahren durch den Märkischen Kreis – ein Klagerecht zu. Davon werde der LNU auch Gebrauch machen, so Hoffmann. Für die Finanzierung der Klage müsse dann die Bürgerinitiative sorgen. Die Hoffnungen ruhen jedoch zunächst darauf, dass es dazu gar nicht kommen muss.

Bei der am 24. Mai zu Ende gegangenen zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung hatte es insgesamt 222 Eingaben von Privatpersonen (einschließlich der Bürgerinitiative und der SGV-Ortsvereine Dahle und Evingsen) gegeben; außerdem Eingaben von der Stadt Altena, den Stadtwerken Altena, dem Landesbüro der Naturschutzverbände NRW und dem Landschaftsbeirat beim Kreis.

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