Altenas Katholiken folgen einem Aufruf des Bistums Essen

Burg Altena aus Pappmaché

Künstlerin Caro Wysocki (l.) half bei der etwas unangenehmen Vorarbeit: Aus dem geschnittenen Kaninchendraht werden die Einzelelemente der Burg geformt. Sie bilden das Grundgerüst für das Gemisch aus Papier und Kleister. Foto: Hornemann

Altena –  Eine Burg aus Pappmaché soll am 29. August schmückendes Prunkstück auf dem Burgplatz in Essen sein. Das Bistum lädt an diesem Tag zu einem Fest ein und wünscht sich aus sämtlichen Pfarreien und Gemeinden einen dekorativen Beitrag.

Damit die Mitglieder aus St. Matthäus mit ihren Mammut-Projekt nicht im Regen stehen, bekamen sie am Mittwoch, 20. Mai, Unterstützung durch die Künstlerin Caro Wysocki aus Recklinghausen.

„Papier ist meine Leidenschaft“ sagt Caro Wysocki über sich. Zeitungen landen bei ihr nicht im Altpapier, sondern werden geschichtet und geleimt, damit aus ihnen eine ansprechende Skulptur entstehen kann.

Grundlage dafür ist Kaninchendraht. Der muss mit Seitenschneider und Telefonzange von der Rolle abgeknipst werden – und diese Arbeit ist der einzig mühevolle Akt, der zur Erstellung einer Burg-Miniatur nötig ist. Die Abschnitte werden über eine Dachlatte gebogen und in Form gebracht.

Sie bilden das Grundgerüst für die Einzelelemente der Burg. Auf die Drahtformen kann das Zeitungs-Kleister-Gemisch in unterschiedlich dicken Schichten aufgetragen werden. „Bei vier Lagen lässt sich noch die Drahtstruktur erkennen“, erklärte Caro Wysocki den Teilnehmern im alten Kirchbau am Paulusweg. So kann auch optisch noch eine Brücke zur Drahtstadt Altena geschlagen werden.

Alternativ kann mehr Pappmaché-Masse gefertigt und aufgebracht werden. Geschreddertes Zeitungspapier mit Kleister gibt dem Kunstwerk eine rauhe Struktur.

Die fertige Burg kann abschließend bemalt werden. Damit sie sich einheitlich in die Reihe der Bistums-Kunstwerke einfügt, muss sie auf einem Brett verankert werden können. Alle Ausstellungsobjekte beim Bistumsfest bekommen ein eigenes, gleich hohes Podest.

Caro Wysocki hat den Mitwirkenden alles Nötige beigebracht, ab jetzt arbeiten sie selbstständig weiter am Burgmodell. Weitere Arbeitstreffen werden vom Gemeinderat rechtzeitig bekannt gegeben. Interessenten können noch einsteigen und ihren Beitrag zur kleinen Burg Altena leisten.

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