Klaus Löttgers engagiert sich mit Herz und Seele

Klaus Löttgers (rechts im obligatorischen blauen Kittel) legte natürlich mit Hand an, als im Generationentreff am Knerling die Kleiderkammer für die Flüchtlingshilfe eingerichtet wurde und ehemaligen Klassenräume dafür renoviert werden mussten. Foto: Bonnekoh

Altena - Jeder dritte Deutsche engagiert sich ehrenamtlich. Klaus Löttgers ist einer davon. Der 73-jährige ist heute so etwas wie der „Motor des Generationentreffs am Knerling“.

Ihm – wie den Millionen anderer Menschen – ist der „Internationale “ gewidmet. Ausgerufen haben ihn 1985 die Vereinten Nationen und dauerhaft auf den 5. Dezember im Jahresterminkalender verankert.

Klaus Löttgers möchte „keinen Personenkult. Das liegt mir fern“, sagt er bescheiden auf seine vielfältigen Tätigkeiten in der ehemaligen Grundschule am Knerling oder im Stellwerk (unter anderem Repair-Café) angesprochen. „Ich engagiere mich jetzt, wo ich als Rentner Zeit habe, sehr gerne. Es macht mir einfach Freude.“

Mehr als 30 Jahre war er als Lkw-Fahrer bei den Stadtwerken beschäftigt. Auch da hat er schon eine Menge bewirkt. „Wir mussten rund um die Uhr raus, wenn etwas anlag“, erinnert er sich an manchen Einsatz tief in der Nacht, bei Regen, Schnee oder Hochwasser.

Als gebürtiger Knerlinger läge ihm dieser Stadtteil von Altena aber ganz besonders am Herzen, erzählt der Bürgerpreis-Träger der Stadt Altena. Vor zwei Jahren wurde ihm diese Anerkennung für sein unermüdliches Wirken zugesprochen und vom Bürgermeister beim Jahresempfang 2013 in der Burg Holtzbrinck verliehen.

Wer heute im Generationentreff Knerling vorbei schaut, trifft oft Klaus Löttgers hier an. „Die alte Schule hier ist fast wie mein zweites Zuhause“, lacht er. Meist trägt er dann einen blauen Kittel und werkelt und arbeitet an verschiedenen Projekten. Dass im Eingangsbereich schon eine geschmückte Christtanne, auf der Fensterbank ein Krippenstall – natürlich noch ohne heilige Familie – stehen, „das machen wir immer so“, sagt er bescheiden. Wir, das steht in erster Linie für die Männerrunde Knerling, aber auch Frauen engagieren sich hier. Neben einem Seniorenkreis, der regelmäßig zum Kaffeetrinken und Klönen vorbei schaut, fühlt sich seit neuestem auch eine Spiel- und Krabbelgruppe für Kinder in den Räumlichkeiten wohl.

Aktiv Hand an legten Löttgers und sein Team bei der Einrichtung der neuen Kleiderkammer durch das Stellwerk. Dafür wurden ehemalige Klassenräume renoviert und neu angestrichen. Ob die Knerling-Männer nun Sauerkraut schaben, die große Carrera-Bahn im Haus auf- und umbauen, Spenden für die KiTa am Knerling sammeln, beim St.-Martinsumzug helfen oder auch den Stadtteil im Frühjahr mit säubern: „Es gibt immer etwas zu tun. Aber ohne meine Mitstreiter ginge das nicht“, sagt er noch einmal. „Personenkult liegt mir fern. Wir haben doch alle Zeit und immer viel Spaß hier. Das macht es eben aus, dass wir alle hier so gerne aktiv sind.“

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