Maschinen der Firma Gebi stehen vor dem Verkauf

Das ehemalige Bierbach-Firmengebäude an der Werdohler Straße. Hier wurde im Januar 2014 unter dem Namen Gebi ein Neuanfang versucht. Jetzt sind die Lichter endgültig erloschen. -  Foto: Keim

Altena - Eine lange Firmengeschichte ist zu Ende. Die Produktion bei der Firma Gebi – ehemals Bierbach – steht still. Am Donnerstag aber wird noch einmal Leben in die betagten Produktionshallen einziehen.

Dann ist nämlich Versteigerungstermin. Ein auf solche Auktionen spezialisiertes Haus aus Wetter wird es übernehmen, allerhand Maschinen aus der ehemaligen Produktion zu Geld zu machen. Das Versteigerungsverzeichnis umfasst auf elf DIN-A-4 Seiten nicht weniger als 151 Positionen. Von Gewinde-Walzmaschinen über Doppeldruckpressen bis hin zu Fräsen und einem Elektrohubwagen wird ein kompletter Maschinenpark aufgerufen.

Den Verkauf in Auftrag gegeben hat Rechtsanwalt Uwe Grünert aus Wetter, der vom Amtsgericht Hagen als Insolventverwalter eingesetzt worden ist. Wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung war das Verfahren über die Auflösung der Firma am 1. Juni eröffnet worden. Der Insolvenzantrag datiert auf den 22. April.

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Hinsichtlich der Versteigerung habe man ein wenig auf die Tube gedrückt, berichtet der Insolvenzverwaltung. Das sei hier angebracht, weil es in der Firma nicht weiter gehen werde, sagt Grünert. Ziel des Verfahrens müsse es sein, eine „maximale Gläubigerbefriedigung“ zu erreichen. Deshalb habe man sich für einen recht frühen Versteigerungstermin entschieden, damit nicht die Ferienzeit in Nordrhein-Westfalen die Chancen auf den Verkauf der Maschinen schmälere. Zwar handelt es sich auch um durchaus ältere Maschinen, doch sieht der Insolvenzverwalter gute Chancen für einen Besitzerwechsel. „Die Maschinen sind alt, aber von der Qualität her sehr gut und sehr robust“. Grünert zeigt sich zuversichtlich, dass sich entsprechende Interessenten einfinden werden.

Einen Interessenten gebe es im Übrigen auch für die Immobilie, weiß der Jurist. Sie gehörte Chafik Itany, einem durch ein Gewaltdelikt ums Leben gebrachten Geschäftsmann. In der Angelegenheit seines Erbes sei mittlerweile ein Antrag auf Nachlass-Insolvenz gestellt worden.

Zwei Mal schon – 2006 und Mitte 2013 – hatte der Firma Bierbach die Pleite gedroht. Das auf Verbindungstechnik, spezialisierte Unternehmen wurde 1855 gegründet. An der Werdohler Straße waren rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. Gefertigt wurden „Kaltfließpressteile“ - das sind Schrauben und Verbindungselemente.

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