Diskussion im Stadtrat zur Schulschließung Evingsen:

CDU kritisiert: „Ziemlich unverschämt“

Steht mit seiner harschen Kritik an Rektor Wolfgang Wilbers weiter in der Kritik: Reiner Kemmerling, SPD.

Altena - „Beinchenstellermentalität“ attestierte Oliver Held von den Grünen dem SPD-Ratsherrn Reiner Kemmerling, als es im Rat am Montag, 18. April, um die Schließung der Grundschule Evingsen ging.

Hintergrund waren Angriffe, die Kemmerling in der Schulausschusssitzung gegen Wolfgang Wilbers, den Leiter der Grundschule Altena, erhob. Der habe die vorgezogene Schließung forciert und den Eltern keine Alternative aufgezeigt, so der Kern der SPD-Anschuldigungen. Als „ziemlich unverschämt“ bezeichnete das der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Scholz. Schließlich habe Wilbers in den entscheidenden Sitzungen der Schulgremien stets betont, dass er selbstverständlich den Willen der Eltern umsetzen werde. Dass er deutlich gemacht habe, welche Konsequenzen es haben würde, würde der Standort mit nur noch zwei Klassen fortgeführt, sei seine Pflicht als Schulleiter gewesen.

Pflicht des Schulleiters

In dieser Rolle habe sich Wilbers stets absolut loyal verhalten und immer das Kindeswohl in den Mittelpunkt gestellt, sagte der CDU-Sprecher. Dazu gehöre halt auch, dass er thematisiere, welche negativen Folgen der Betrieb eines Schulstandortes mit nur noch zwei Klassen haben könnte, betonte Scholz. Dass Kemmerling sich „zum Sprachrohr des Ortsvorstehers“ gemacht habe liege wohl einzig und allein an Wolfgang Wilbers’ Austritt aus der SPD, mutmaßte Scholz und wies auch auf entsprechende Kommentierungen auf come-on.de hin. Sein Fazit: „Alles ziemlich unverschämt“. Lutz Vormann, der Sprecher der SPD-Fraktion, mochte diesen Vorwurf nicht entkräften: „Wenn es um Wilbers geht, dann kommen bei der SPD an der ein oder anderen Stelle immer noch Emotionen hoch“, räumte er ein und betonte, an der Stellungnahme seiner Fraktion nicht beteiligt gewesen zu sein.

"Bin kein Sprachrohr"

Kemmerling verwahrte sich gegen den Vorwurf, Sprachrohr von Ortsvorsteher Thomas Schmitz zu sein: „Ich bin nur das Sprachrohr der SPD-Fraktion“. Als betroffener Vater stellte sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Janson hinter die Entscheidung der Eltern. Auf sie sei seines Wissens keinerlei Druck ausgeübt worden, sagte er In der Sache selbst gab es am Montag übrigens keinerlei Diskussionen mehr: Die Schulschließung zum Schuljahresende wurde wie schon im Schulausschuss auch mit den Stimmen der SPD beschlossen. Die verbleibenden Kinder gehen ab August in Dahle zur Schule.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare