Kultur in neuen Händen: Wolfgang Noack tritt Langos-Nachfolge an

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Wolfgang Noack (rechts) ist neuer, freiberuflicher Geschäftsführer des Kulturrings. Dessen Vorsitzender Dr. Andreas Hollstein stellte ihn am Freitag gemeinsam mit Jan Möhling (links) und weiteren Vorstandsmitgliedern vor.

Altena - Letztens hat er im Apollo-Programm noch mit Karsten Wolfewicz auf der Bühne gestanden. Jetzt soll Wolfgang Noack die gesamte Altenaer Kutur managen. Er wird Nachfolger von Barbara Langos.

Sechs Bewerbungen gingen auf die Stellenanzeige ein, mit der der Kulturring einen freiberuflichen Geschäftsführer suchte. Noack war mit 66 Jahren der älteste Bewerber und ist gelernter Diplom-Mathematiker und Informatiker. Nach seiner Tätigkeit im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt machte er sich mit verschiedenen eigenen Firmen selbstständig.

Noack hat aber auch eine kulturelle Vita: Abgebrochenes Tonmeister-Studium, langjähriger Leiter des Carl-Orff-Museums in Dießen am Ammersee, Regisseur der dortigen „Commedia“, Fremdenführer auf Kreta – auch das sind wichtige Stationen seines Lebens.

Nach Altena kam er, weil seine neue Lebensgefährtin hier wohnt. Die Entwicklung, die die Stadt in den vergangenen Jahren genonmmen hat, gefällt ihm; diese „tolle Sache“ will er kulturell begleiten, beispielsweise durch Musik am Wasser. Was aber zunächst nur eine vage Idee ist: Das Programm für 2016 ist durchgeplant, der Langos-Nachfolger hat also genügend Zeit, über neue Akzente nachzudenken – natürlich in enger Abstimmung mit dem Vorstand des Kulturrings.

„Auf Teamarbeit legen wir Wert“, stellte Dr. Andraes Hollstein in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kulturrings klar. Der Vorstand habe Noack als „mit am dynamischsten“ empfunden. Hollstein: „Er scheint uns insgesamt derjenige zu sein, der uns am besten voranbringen kann“.

Der Vertrag, den der Kulturring mit Noack abschloss, hat eine Laufzeit von drei Jahren. Wie berichtet, endet mit Barbara Langos’ Wechsel in den Ruhestand die seit Gründung des Kulturrings geübte Praxis, dass dessen Geschäftsführung von städtischem Personal übernommen wird. Heißt: Die Stelle der Kulturbeauftragten fällt weg – im Gegenzug zahlt die Stadt dem Verein einen Zuschuss von 20 000 Euro.

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