Gegen 200-m-Windräder

Dahler gründen Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“

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Wilfried Bracht, Dr. Henry Tauber und Dr. Frank Hoffmann (v.l.): „Mensch und Natur nehmen Schaden.“

Altena -Für Wilfried Bracht, Dr. Henry Tauber und Dr. Frank Hoffmann sind die geplanten sechs je 200 Meter hohen Windkraftanlagen der Stadt Neuenrade auf dem Kohlberg „eine industrielle Windernergie-Nutzung“. Die drei Dahler gründeten deshalb die Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“.

Zwar sei man nicht generell gegen Windkraft, aber in diesen Dimensionen überwögen die gravierenden Nachteile für Landschaft, Tierwelt und Menschen in diesem sensiblen Naturbereich.

Im bereits angelaufenen Genehmigungsverfahren der Stadt Neuenrade für diesen Windpark haben zwei Herrn aus dem Trio schon Widerspruch gegen die Planungen an der Ortsgrenze zu Altena eingelegt. Sie sehen gute Chancen, auch gerichtlich zu bestehen, sollte die Nachbargemeinde ihre Eingabe vom Tisch wischen. „Es gibt gerade in jüngster Zeit einschlägige Urteile“, sagt Wilfried Bracht.

Alle weisen noch einmal darauf hin, dass die geplanten Anlagen mit einer Höhe von je 200 Metern „mit keiner anderen Anlage im Umfeld von Altena vergleichbar sind.“ Dort stünden Windräder von unter 100 Meter Höhe. „200 Meter, das bedeutet, dass allein die Standfüße der Windräder einen Durchmesser von je 16 Meter haben. Ihre Höhe entspricht dem von 70 Hochhausstockwerken. Auf Altena gemünzt: Die Höhen-Entfernung Lenneuferstraße bis hinauf zur Burg mehr als mal zwei!“, sagen die Männer.

Am 29. September, 20 Uhr, wollen sie ihre Argumente gegen diese Art Windkraftnutzung auf dem Kohlberg in einer Bürgerversammlung vorstellen. Dazu laden sie Interessierte in den Gasthof „Alte Linden“ ein.

Dr. Frank Hoffmann: „Allein die Geräusche der Rotoren erzeugen Töne, die zehn Mal so laut sind wie Lkw. Auch nachts gibt es massive Lärmbelastungen durch den tief frequentierten Infraschall.“ Bracht: „Ärzte warnen, das Mensch und Tier auf Dauer davon schwer krank werden.“

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