CDU Dahle beklagt schlechte Infrastruktur

Die erste Briefaktion zur Straßensanierung hatte einst gefruchtet. Eine Wiederholung kann sich die Dahler CDU vorstellen.

Altena - Zwei Dinge machen Dahle aktuell unattraktiv: Zum einen die schwer beschädigte Landstraße zwischen Pleuger und Dorfkern, zum anderen die mangelnde Anbindung an schnelles Internet. „Für Familien oder Unternehmen sind das aber Kriterien, sich in Dahle anzusiedeln“, hat die Orts-CDU in ihrer Mitgliederversammlung erklärt. In puncto Straßensanierung kann sich die Ortsunion vorstellen, noch einmal eine Bürgerbriefaktion ins Leben zu rufen. Das hat schon einmal geholfen.

Im April 2013 erreichten den Landesbetrieb Straßen.NRW zahlreiche Briefe Dahler Bürger. Sie machten Druck, um die marode Verbindungsstraße zwischen Dahle und Neuenrade endlich saniert zu wissen. Das hat gefruchtet, der Kohlberg ist schlaglochfrei.

„Uns wurde aber auch die zeitnahe Sanierung der L698 zwischen Pleuger und Dorf zugesagt. Da ist bis heute aber nichts passiert“, so CDU-Vorsitzender Markus Höck. Sein Stellvertreter und Dorf-Ortsvorsteher Helmar Roder berichtete von Kommunikationsproblemen zwischen Stadt und Landesbetrieb. Aktuell existiere kein Plan zur Sanierung. Eine weitere Bürgerbriefaktion zur Beschleunigung des Verfahrens sei deshalb denkbar.

In puncto schnelles Internet wird es schwerer sein, Überzeugungsarbeit zu leisten. Ein jüngst abgeschlossenes Markterkundungsverfahren im Bereich der Industrie hat keinen Anbieter überzeugt, entsprechende Kabel für eine Mindestgeschwindigkeit von 50Mbit pro Sekunde zu verlegen. Helmar Roder hatte die Stadt damit beauftragt, je einen Förderantrag für die Industrie- und Privathaushaltsversorgung zu stellen. Der für Privathaushalte werde aktuell vorbereitet, der für die Erschließung von Breitbandstrukturen für die Industrie Ende April eingereicht. Zuschläge, das hatte Helmar Roder erfahren, würden nicht vor Ende 2016/Anfang 2017 erteilt.

Bis dahin müssen sich Dahler Groß- und Kleinunternehmen behelfen. Der CDU sind Fälle bekannt, bei denen Dahler Firmen 800 Euro im Monat in Hybridsysteme investieren, um zumindest über eine 10000er-Leitung zu verfügen. Richtfunksysteme, wie sie in anderen Dörfern etabliert sind, könnten in Dahle aufgrund der örtlichen Topografie nicht flächendeckend installiert werden, so Markus Höck.

Helmar Roder betont: „Die Stadt muss mehr tun. Wir sind nicht die einzige Randlage, die betroffen ist. An funktionierendem schnellen Internet hängen auch berufliche Existenzen. Es kann nicht sein, dass Bürger Dahle verlassen wollen, weil sie hier nicht arbeiten können.“

Helmar Roder und Markus Höck wurden in der Versammlung wiedergewählt, ebenso Geschäftsführer Karlheinz Kühn. Tobias Korte, Markus Benner, Christian Schulte, Hendrik Schürmann und Hans-Jürgen Piekarski ergänzen den Vorstand als Beisitzer. Gerhard Schmiedel wurde als langjähriger Beisitzer verabschiedet. Einen aktuellen Bericht aus Berlin hatte MdB Christel Voßbeck-Kayser in die Gaststätte „Alte Linden“ mitgebracht.

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