Burgaufzug Altena: Ruhetag am Montag sorgt bei Urlaubern für verdutzte Gesichter

Ruhetag am Burgaufzug Altena sorgt für verdutzte Gesichter

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Die Öffnungszeiten sind üppig - Zusatzzeiten sind kaum möglich.

Altena - „Das hätte ich jetzt nicht gedacht: Dass auch der Burgaufzug einen Ruhetag hat!“ Im Beisein ihrer drei Kinder und zwei weiteren Freunden, die ebenfalls Kinder an der Hand hielten, wunderte sich gestern gegen 14.30 Uhr Sybille von Ort aus dem Ruhrgebiet vor dem geschlossenen Burgaufzug.

„Dann müssen wir wohl laufen“, gab sie an die sichtbar nicht begeisterte Kinderschar , weiter. Dieser Momentaufnahme eines normalen Montags gingen bereits am gestrigen Vormittag viele ähnliche Szenen voraus. Immer wieder steuerten Altena-Besucher, mit Kamera auf der Brust oder Rucksack auf dem Rücken eindeutig als Urlauber zu identifizieren, den Burgaufzug an. 

Doch dass dieses besondere Altena-Event stets montags geschlossen hat, ist nicht etwa einer fixen Idee geschuldet. Man habe sich von Anbeginn, also direkt nach dem Start im April 2014, der über das Bundesland NRW weit verbreiteten Regelung, das montags Museen geschlossen seien, angeschlossen.

"Unser Personal ist endlich"

Natürlich habe es von Anbeginn Überlegungen gegeben, davon auszubrechen, bestätigte auf Anfrage Detlef Krüger, Fachbereichsleiter Tourismus beim Kreis. Allein: „Unser Personal ist endlich!“ sagte er etwas humorig. Und auch Planspiele, in den Urlaubsmonaten keinen Ruhetag einzulegen und dafür im Winter die Öffnungszeiten zurückzufahren, seien zig mal durchdacht worden. 

Krüger: „Alles ist und bleibt eine Sache des einsetzbaren Personals. So wünschenswert es ist, wir haben keine Reserven.“ Er erinnerte daran, dass das Burg-Team im Winter auch keine Gelegenheit habe, aufgelaufene Arbeitszeit einfach abzubummeln. „Wir erledigen dann Dinge, die sonst liegenbleiben. Ich verweise mal auf den exzellenten Zustand der Burg. Das kommt nicht von ungefähr.“ Seine Meinung auf den Punkt gebracht laute: „Wir würden gerne, aber es ist schwierig, aber vielleicht neue Überlegungen wert. 

Altena steht für neue Überlegungen jederzeit bereit

Aber: Niemand will schließlich die Kreisumlage erhöhen.“ Und allein nur eine Aufzugsfahrt in den Innenhof der Burg anzubieten, wo die Museen geschlossen hätten, habe für ihn keinen Charme. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein bezeichnete den Kreis als Burg-Eigentümer als „Schlaggeber“ in Sachen Öffnungszeiten. Altena stünde aber für neue Überlegungen jederzeit bereit.

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