Dahler Sagenwald entwickelt sich immer weiter

+
Der Andrang war groß im Dahler Sagenwald. Am ersten Jahrestag der Eröffnung erwartete die Besucher auf der kleinen Freilichtbühne im Wald ein buntes Programm.

Altena - Das Märchen von der kleinen Freilichtbühne oberhalb des alten Dahler Friedhofs geht weiter: Zum ersten Jahrestag der Eröffnung des Sagenwaldes konnte Ortsvorsteher Helmar Roder im Namen des Dahler Qualitätsrings zahlreiche Besucher im Wald begrüßen.

Roder freute sich besonders, dass die ganze Anlage bisher in keiner Weise Ziel sinnloser Zerstörungswut geworden ist. Helmar Rode erinnerte daran, dass die „schöne Idee“ im Jahr 2012 Gestalt annahm. „Unser Sagenwald hat sich seitdem immer weiterentwickelt.“ Tatsächlich waren noch Tafeln mit neuen Sagen hinzugekommen. Besucher können nun die Geschichte vom Ritter von der Isenburg, von einem Bergbauknappen, der dessen vergrabenen Schatz gefunden haben soll, und die gruselige Geschichte vom Esel im Nebel lesen.

Um technische Gespenster auf dem Berg sollte es im Rahmen der Veranstaltung nicht gehen: „Wir sprechen heute nicht über Windkraftanlagen“, begrüßte Helmar Roder die stellvertretende Bürgermeisterin von Neuenrade, Brigitte Reinken-Stork. Die thematische Einschränkung galt allerdings nicht für die Besucher aus Dahle, Altena und Neuenrade, die nicht weit von den möglichen Standorten zukünftiger Windkraftanlagen die Gelegenheit nutzten, sich auszutauschen.

Das umfangreiche Programm an dem lauschigen Plätzchen im alten Buchenwald zog Menschen ganz unterschiedlicher Alterstufen an: Mütter mit kleinen „Beutelkindern“ vor dem Bauch, Eltern, viele Kinder und auch Senioren, die auf ihrem Wanderausflug Station auf den Bänken und an der kulinarischen Versorgungsstation machten. Für die etwas größeren Kinder hatte Daniel Krause vom CVJM Dahle gemeinsam mit seinen Mitstreitern eine sehr respektable Seilrutsche aufgebaut, an der sich erwartungsgemäß Warteschlangen bildeten. Schade, dass die Anlage eher nicht für Erwachsene ausgelegt war. Eine andere kleine Einschränkung traf die Voltigierkinder des Reitvereins Altena: „Für ein trabendes Pferd haben wir hier leider keinen Platz“, bedauerte Helmar Roder. Claudia Ossenberg-Engels und ihre jungen Turnerinnen, die normalerweise auf dem Rücken von Pferden zeigen, was sie können, boten dennoch eine sehenswerte Vorführung auf dem hölzernen Übungspferd und machten Werbung für ihren schönen Sport. Claudia Ossenberg-Engels erläuterte die Figuren, die ihre Schülerinnen auf dem Pferd zeigten. Auf die Voltigierkinder folgten die Bläser des CVJM Posaunenchors, deren Musik bestens zum zünftigen Treiben zwischen Wald und Wanderlust passte.

Für den Höhepunkt des Festes sorgten in der einbrechenden Dämmerung die Kinder der Dahler Grundschule. Lehrerin Ina Schönenberg hatte die Sage vom „Schatzgräber an der Isenburg“ umgeschrieben. Den Hintergrund der Geschichte erzählte eine der Märchentafeln: Seit dem Untergang des Raubritters von der Isenburg bewacht er als Geist seinen Schatz, während weiße Jungfrauen auf der Giebel ihr Unwesen treiben. Die Klasse 43c führte das Stück „mit 20 Hauptdarstellern“ unter Beteiligung von Ortsvorsteher Helmar Roder auf. Nach dem überraschenden Ende ernteten die jungen Darsteller viel Applaus vom Publikum.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare