„Rettet den Kohlberg“ lockt 70 Gäste

Das Interesse an den Informationen der Bürgerinitiative war riesig: Über 70 Bürger lauschten dem Vortrag. Foto: Bonnekoh

Altena - „Wir sind nicht prinzipiell gegen Windkraft.“ Das stellte Dr. Frank Hoffmann als einer der drei Gründer der Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“ am Dienstag Abend fest. Doch der geplante Neuenrader Windpark auf dem Kohlberg sprenge alle Dimensionen.

Mehr als 70 Bürger waren seiner Einladung und der von Wilfried Bracht sowie Dr. Henry Tauber ins Hotel „Alte Linden“ in Dahle gefolgt. Ständig mussten neue Stühle heran geschafft werden, so groß war das Interesse.

Hoffmann fungierte im wesentlichen als Hauptsprecher der Dreier-Gruppe. Er hielt sich dabei konsequent und sachlich an bisher bekannte Fakten zu den projizierten sechs 200-Meter-Mega-Anlagen auf dem Kohlberg.

„Wir wollen heute informieren“, stellte er als übergreifendes Ansinnen heraus. Und die Anwesenden, die nach eigenem Bekunden aus Dahle, Evingsen und Neuenrade kamen, fragten wissbegierig nach. So kamen Themen wie Landschaftsschutz, Lärmbelästigung, Wertverlust von Immobilien, schleichende Gesundheitsgefahren und mögliche Windrad-Transportwege und ihre Konsequenzen für die Anwohner aufs Tapet. Natürlich gebe es gesetzliche Vorgaben und Grenzwerte, die eingehalten werden müssten, räumten die Organisatoren des Abends sein. Dennoch wagten Hoffmann, Bracht und Tauber die Einschätzung: „Lärm bedroht Dahle. Diese Art von Mega-Windrädern gehört zu den größten Anlagen der Welt.“ Immer wieder mahnten sie auch die unwiederbringlichen Eingriffe in die Landschaft und damit das Naherholungsgebiet Kohlberg mit seiner überregionalen Bedeutung an.

In Protest-Listen, die umliefen, trugen sich fast alle Bürger ein. Mehr als ein Dutzend erklärten sich auch bereit, in der Bürgerinitiative mitzuarbeiten. Die plant jetzt Gespräche mit allen relevanten Stellen in Neuenrade und wird auch dort eine eigene Info-Veranstaltung nach den Herbstferien anbieten. Wilfried Bracht kündigte an, dass man Fachleute wie Biologen zu Vorträgen einladen werde um deren Einschätzung zu diesem Projekt einzuholen. Die Stadt Neuenrade hat den Einspruch der Drei in Sachen Windkraftanlagenbau im Rahmen der laufenden offenen Bürgerbeteiligung noch nicht beantwortet.

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