Noch drei Termine 

Brandstifterprozess: Urteil gegen Altenaer Angeklagte am Freitag

Altena - Seit Ende Mai wird verhandelt, in dieser Woche soll das Urteil fallen: Der Prozess gegen die beiden Altenaer Dirk D. und Marcel N. geht in die letzte Runde.

Dreimal will das Schwurgericht am Landgericht Hagen sich in den kommenden Tagen mit dem Fall beschäftigen. Nächster Verhandlungstag ist Mittwoch, dann wird (wie auch am Donnerstag) ab 9.30 Uhr getagt. Am Freitag tritt die Kammer um 13 Uhr zusammen. Nach der bisherigen Zeitplanung wird dann auch das Urteil verkündet. 

Bis dahin hat die Kammer unter dem Vorsitz von Heike Hartmann-Garschagen noch einiges vor der Brust. Nachdem im Juli die Inhalte von Dirk Ds. Smartphone Thema waren, muss das Gericht noch der Frage nachgehen, was auf Marcel Ns. Gerät so alles gespeichert war. 

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Außerdem wird das Gericht noch die Mitarbeiterin einer Lüdenscheider Beratungsstelle für Flüchtlinge hören. Sie betreut die Familie, die in dem Haus an der Brandstraße lebte, in dem die beiden Angeklagten im Oktober 2015 Feuer legten. Die Zeugin soll Angaben über die psychischen Folgen für die drei Syrer machen, die im Prozess als Nebenkläger auftreten. 

Welches Strafmaß?

Besonders gespannt sein darf man auf den Brandsachverständigen: Die Flüchtlinge wohnten im Erdgeschoss, zwei Stockwerke darüber, direkt unter dem Dach, haben die beiden Angeklagten den Brand gelegt. Wie gefährlich war das für die Bewohner des Hauses? 

Es ist von entscheidender Bedeutung, wie das Gericht diese Frage letztendlich beantwortet. Die Staatsanwaltschaft wertete die Tat in ihrer Anklageschrift als schwere Brandstiftung – das wird mit einer „Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr“ geahndet, steht im Strafgesetzbuch. 

Allerdings hält das Gericht auch eine Verurteilung wegen mehrfachen versuchten Mordes für denkbar. In einem solchen Fall würde das Strafmaß zwischen drei und 15 Jahren liegen, unter Umständen kann sogar eine lebenslängliche Haftstrafe verhängt werden. 

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