Brand in Flüchtlings-Wohnhaus in Altena

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(Update 18.50 Uhr) Altena - In einem Wohnhaus an der Brandstraße in Altena ist am Samstag gegen 13 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde per Sirene alarmiert und war trotz des Verkehrschaos' rund um den Flohmarkt und der engen Straße am Buchholz schnell zur Stelle.

Rund zwei Dutzend Mitglieder des Löschzugs Stadtmitte waren im Einsatz. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Stützbalken im Dach Feuer gefangen hatte.

Die Bewohner hatten sich schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen können. Es handelte sich um sieben Syrer (darunter eine schwangere Frau), die erst am Vortag in das Haus eingezogen waren. Die Baugesellschaft hatte es zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

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Brand in Flüchtlings-Wohnhaus in Altena

Das Gebäude stand vorher zwei Jahr lang leer. Die Nachbarn kümmerten sich während des Einsatzes der Feuerwehr vorbildlich um ihre neue Nachbarn. Sie holten sie im Wortsinne von der Straße, spendeten ihnen Trost, boten Sitzgelegenheiten und Getränke an.

Am Samstagabend teilte die Staatsanwaltschaft Hagen und die Polizei Hagen in einer Pressemitteilung mit, dass diese Nachbarn wohl auch den Brand bemerkt hatten. Sie hatten die Syrer, drei Männer und drei Frauen sowie eine 15-Jährige, besucht und dann Brandgeruch festgestellt und alarmierten die Feuerwehr.

Der Feuerwehr gelang es rasch, den eigentlichen Brand zu löschen. Allerdings musste sie auf der Suche nach Brandnestern mit der Motorsäge Decken und Fußböden öffnen. 

Durch die starke Rauchentwicklung wurde niemand verletzt. Die syrischen Flüchtlinge wurden an einem anderen Ort untergebracht, heißt es in der aktuellen Mitteilung weiter. 

Die Brandursache ist laut Polizei weiterhin unklar. Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz der Polizei Hagen die Ermittlungen übernommen.

Neben der Feuerwehr war auch das DRK im Einsatz.

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