Weniger Käufe, mehr Umsatz auf dem Immobilienmarkt

Vorsicht Statistikfalle: Größere Bauprojekte wie der Neubau der Bergstiftung können in kleinen Kommunen statistische Angaben rund ums Bauen erheblich beeinflussen. -  Foto: Hornemann

Altena -  Von recht guten Geschäften berichteten im vergangenen Jahr Altenas Makler. Der jetzt erschienene Grundstücksbericht bestätigt ihre Angaben.

Dabei sieht es auf den ersten Blick gar nicht so gut aus: 132 „Kauffälle“ wurden 2015 in Altena abgewickelt, das waren 20 weniger als im Vorjahr. Aber: Es wurde deutlich mehr Umsatz gemacht. Gut 137000 Euro wurden durchschnittlich pro Kauf bewegt, das ergibt unterm Strich einen Gesamtumsatz von 18,1 Mio Euro.

Das waren 5,3 Mio. Euro mehr als 2015. Damals brachte jeder Kauffall nur 84000 Euro ein. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die Verkäufe bebauter Grundstücke 2015 deutlich zugelegt haben.

Nur in Herscheid und in Nachrodt-Wiblingwerde registrierte der Gutachterausschuss beim Märkischen Kreis eine noch größere prozentuale Steigerung bei den Verkaufserlösen. Insgesamt war im Kreis ein Umsatzrückgang von 14 Prozent zu verzeichnen. Allerdings: Der Grundstücksmarktbericht gilt nur für die kleineren MK-Kommunen, Lüdenscheid und Iserlohn bleiben außen vor.

Ein Kauffall kann sowohl eine kleine Waldparzelle am Steilhang als auch ein bebautes Villengrundstück sein – auf kommunaler Ebene wird das nicht weiter aufgeschlüsselt. Im Märkischen Kreis entfielen von gut 2500 Grundstückgeschäften 50 Prozent auf bebaute Grundstücke, 29 Prozent auf unbebauten Grundstücke und 21 Prozent auf Eigentumswohnungen. Die langfristige Entwicklung zeigt eine Zunahme von Investitionen in Bestandsimmobilien. Unter den bebauten Grundstücken nehmen mit 70 Prozent die Ein- und Zweifamilienhäuser den größten Anteil ein. Die meisten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser wurden zu Preisen zwischen 150 000 und 175 000 Euro verkauft, wobei es aber erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Städten gibt.

Bei den Gewerbeimmobilien wurden kreisweit 17 Prozent mehr Kauffälle registriert, wobei aber der Geldumsatz um eine Million Euro sank.

Der Bericht listet auch auf, für welche Preise Grundstücke gehandelt werden. Bauland für Wohnhäuser kostet in Altena 100 Euro/Quadratmeter, dieser Wert ist seit Jahren stabil. Billiger geht es im Märkischen Kreis nur in Balve (95 Euro), am oberen Ende der Skala rangiert Menden mit 170 Euro.

Gewerbegrundstücke werden nach Einschätzung der Gutachter in Altena nur in mittlerer Lage angeboten, sie kosten dann 35 Euro/Quadratmeter. Das entspricht in etwa dem Niveau anderer Kommunen. Nur in Menden und Hemer zahlen die Firmen mehr.

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