Baugesellschaft: 35 000 Euro für neue Heizung

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Im Jahr 2008 wurden neue Fenster verbaut, das Dach erneuert und die Fassade gedämmt: Seit Kurzem läuft nun auch die neue Heizung im Mehrfamilienhaus in der Hugo Borbecke-Straße.

Altena - „Dieses Haus ist eines der CO2-neutralsten in und um Altena“, sagt Ingenieur Magnus Benkhofer von der Altenaer Baugesellschaft. Denn vor Kurzem ließ die Gesellschaft in dem Mehrfamilienhaus in der Hugo Borbeck-Straße 1 eine energiesparende Pellet-Heizung einbauen.

Pellets sind gepresste Holzspäne, die als Abfallprodukt bei der verarbeitenden Industrie entstehen. Sie werden im Haus eingelagert und bei Bedarf verbrannt. Die Hitze wird dazu genutzt, einen 2000 Liter-Wassertank zu erwärmen. Dieses Wasser dient dann zur Heizung der zwölf Wohnungen.

Die neue Heizungsanlage kostet 35 000 Euro.

Zwölf Tonnen Pellets, geliefert von der Firma Bauer aus Werdohl, liegen derzeit in einem extra gesicherten Kellerraum – „randvoll“, versichert Benkhofer. Er hofft, dass dieser Vorrat erst nach dem Winter aufgebraucht sein wird. Bei der Verbrennung werde zwar CO2 freigesetzt, weil das Holz zuvor aber CO2 aus der Luft gebunden habe, sei die Klimabilanz – abgesehen vom Transport zum Wohnhaus – fast neutral, sagt der Ingenieur.

"Dinosaurier" abgeschafft

„Wir rechnen mit 85 Prozent CO2-Einsparungen gegenüber der alten Ölheizung.“ Dieser, laut Benkhofer, „Dinosaurier“, hatte seit 1983 seinen Dienst getan, doch die Energie-Einspar-Verordnung EnEV zwang die Baugesellschaft nun zum Handeln: Rund 35 000 Euro wurden investiert, die sich aber amortisieren werden: „Pellets sind rund ein Drittel günstiger als Öl“, sagt Benkhofer. Die Baugesellschaft betritt mit der Pellet-Heizung Neuland, denn kein weiteres Gebäude aus dem Bestand verfügt derzeit über eine Heizung dieser Art.

Heizung muss sich bewähren

Vorstandsmitglied Joachim Effertz (links) und Ingenieur Magnus Benkhofer freuen sich über den neuen Energieträger.

„Es ist für uns ein Pilotprojekt. Wenn sich die Heizung bewährt und die baulichen Voraussetzungen stimmen, dann könnte ich mir eine weitere Pellets-Heizung auch in anderen Objekten vorstellen“, sagt Vorstandsmitglied Joachim Effertz. Geplant sei dies aber vorerst nicht.

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