Internet muss schneller werden

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Die Gebrüder Bernd und Holger Falz führten die CDU-Gruppe durch ihre moderne Firma in der Rahmede.

Altena - „Draht in neuer Dimension“ versprechen die Drahtwerke Claas und Klincke. Der Slogan ist mehrdeutig: Einerseits spielt er auf Drahtstärken zwischen 40 und 50 Millimeter an, deren Fabrikationsprozess erst entwickelt werden musste, wie Geschäftsführer Holger Falz mitteilte.

Andererseits steht den Drahtwerken Claas seit Ende 2013 ein hochmodernes Fabrikationsgebäude in der Rahmede zur Verfügung, das von Grund auf neu geplant und prozesstechnisch auf den neusten Stand gebracht wurde. Das ist sehenswert, und so besuchte die Altenaer CDU den Betrieb am Montag. Begleitet wurden die Gäste von den beiden Claas-Geschäftsführern Bernd und Holger Falz, die die nötigen Informationen lieferten. Ein Rohmateriallager unter Dach, große Sattelzüge, die ohne zu wenden Rohmaterial anliefern und Fertigprodukte abfahren – auch jenseits der Kernkompetenzen eines Drahtwerks hat das Claas-Firmengebäude einiges zu bieten. 

Moderne Einzel- und Mehrfachziehmaschinen ermöglichen die Herstellung von Drahtstärken zwischen 0,5 und 50 Millimetern. Imposant sind die großen Heiz- und Kältehauben, die von eisernen Händen über die Drahtrollen gestülpt und wieder abgehoben werden. Bis auf 800 Grad steigt die Temperatur in den Glühöfen. Die Abwärme wird für die Fußbodenheizung der gesamten Produktionsfläche, der Büros und der Sozialräume genutzt. Die unangenehmsten Jobs der Drahtwerke waren früher jene in der Beize. Heute tauchen computergesteuerte Transporthaken die Drahtrollen in die Säure- und Spülbäder. 

Bernd Falz ließ seine Besuchergruppe in das Salzsäure-Bad blicken. In der Oberflächenbehandlungsanlage werden blanke sowie phosphatierte, beseifte und polymerbeschichtete Drähte hergestellt. Nach dem Rundgang lud das Unternehmen die Besucher noch zu einer Stärkung und zum Gespräch ein. „Ich bin beeindruckt, wie sich Drahtbearbeitung immer weiterentwickelt“, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser im Namen der Besucher. Sie freue sich, dass Claas-Azubis regelmäßig unter den bundesweit besten sind. Ausgebildet wird bei Claas in den Bereichen Drahtziehen, Qualitätswesen und Werkstoffprüfung. 

Auch Probleme wurden angesprochen: Bürokratische Hürden bei Genehmigungsverfahren und das langsame Internet in der Rahmede. Sorgen machten sich die Besucher um die Außenwahrnehmung des Sauerlandes: Kuhwiesen, Wälder und Rodelhänge statt Hightech-Schmieden. Es sei Zeit, dass sich das ändere. Geschäftsführer Bernd Falz hatte noch eine ganz andere Frage: „Wer ist Mitglied bei den Freunden der Burg?“ Denn „nebenbei“ ist er auch Vorsitzender des Fördervereins dieser Burg, die auch im Zentrum des Firmenlogos der Drahtwerke Claas und Klincke auftaucht.

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