Der Flächenverbrauch in Altena hält an

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Richtig was los im Gewerbepark Rosmart: Auch die rege Bautätigkeit dort ist verantwortlich dafür, dass die Siedlungsfläche in Altena um knapp 90 Quadratmeter pro Tag wächst.

Altena - Altena schrumpft? Von wegen: Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt in der Burgstadt Tag für Tag um 83 Quadratmeter zu.

Das hat das statistische Landesamt it.NRW gestern mitgeteilt. Das Stadtgebiet von Altena ist 4442 Hektar groß. 762 sind bebaut, das entspricht einem Anteil von 17,2 Prozent. Das ist vergleichsweise wenig: Im Landesdurchschnitt liegt dieser Wert bei 23 Prozent, Großstädte wie Bochum, Köln oder Dortmund bringen es auf über 60 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche. 

Die besiedelte Fläche ist in Altena zwischen 2004 und 2014 um rund 30 Hektar gewachsen – und das trotz des drastischen Einwohnerverlustes in diesen Jahren. Das dürfte zu einem nicht unerheblichen Teil auf das Gewerbegebiet Rosmart zurückzuführen sein. Dort seien auch in den vergangenen 12 Monaten gute Vermarktungserfolge erzielt worden, schreibt Jochen Schröder in der neuesten Ausgabe von GWS Public. Die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) ist an der Vermarktung der Flächen im Gewerbepark beteiligt. Vor allem das verarbeitende Gewerbe frage Flächen nach, schreibt Schröder. 

Meist würden die Flächen im Märkischen Kreis von hier bereits ansässigen Unternehmen erworben. Auffällig ist an der gestern verschickten Statistik übrigens, dass Altena zwischen 2004 und 2014 genau 12 Hektar größer geworden ist. Das hat aber nichts mit der Verschiebung irgendwelcher Grenzen zu tun, sondern mit der fortlaufenden Aktualisierung des Katasters. 

Gerade wenn es um Waldflächen gehe oder solche für die Landwirtschaft, basierten manche Angaben noch auf dem sogenannten Urkataster, erklärte gestern ein Mitarbeiter des Katasteramtes beim Märkischen Kreis. Dieses Urkataster stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und ist dementsprechend fehlerbehaftet. Nach und nach wird mit modernen, GPS-gesteuerten Geräten nachgebessert, dabei ergeben sich Verschiebungen. Der Märkische Kreis ist dadurch zwischen 2004 und 2014 um über 200 Hektar gewachsen.

Es gibt Kommunen, deren Fläche ganz erheblich nach oben korrigiert wurden – Meinerzhagen zum Beispiel hat auf diesem Weg um 48 Hektar zugenommen. Kräftig nach unten korrigiert wurden die Flächen von Halver (minus 14 Hektar) und Schalksmühle (minus 11 Hektar). Ein Hektar entspricht einer Fläche von 10 000 Quadratmetern. Das ist etwa das 1,5-fache eines Fußballfeldes.

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