Berg-Baustelle an der Kirchstraße ruht weiterhin

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Vorne ist alles untersucht: Ein Dutzend Prüfschlitze wurden in den Beton des Gebäudes geschlagen, um nach Fehlern in der Bewehrung zu suchen. Jetzt gehen die Untersuchungen im zweiten, an der Marktstraße gelegenen Gebäude weiter.

Altena - Auf der Baustelle der Fritz-Berg-Stiftung dauert die Suche nach Baumängeln länger als erwartet. Weil der Einsatz elektronischer Prüfgeräte nicht überall eindeutige Ergebnisse gebracht hat, werden jetzt an einigen Stellen so genannte Prüfschlitze in den Beton geschlagen.

Wie berichtet, gibt es erhebliche Zweifel daran, dass die Bewehrung der Wände überall so erfolgt ist, wie das vorgesehen war. Das fiel Mitte März auf und führte zu einem Baustopp. Vor Beginn der so genannten „überdeckenden Arbeiten“ des Innenausbaus müsse eine 100-prozentige Analyse des Rohbaus erfolgen, verlangte die Berg-Stiftung als Bauherrin.

Ihr Anliegen sei es, „absolute Fehlerfreiheit für das Wohnen am Bungern zu garantieren“, bekräftigte Kuratoriumsvorsitzender Olaf Berg jetzt gegenüber dem AK. Denn: „Nur so können wir unseren zukünftigen Mietern ein perfektes Heim bieten“. Bisher beschäftigten sich die Untersuchungen mit dem Gebäude, das an der Kirchstraße steht. Dort seien an zwölf Stellen die Wände wieder aufgebrochen worden, teilt die Stiftung mit.

In dieser Woche geht es mit dem dahinter liegenden Gebäude weiter. Dort rechnet Berg mit einer ähnlichen Anzahl von Prüfschlitzen. Ursprünglich hatte Berg gehofft, dass die Fehlersuche noch im März abgeschlossen würde. Die Suche nach den Baumängeln ist erst der erste Schritt – „nach der Auswertung wird der Bauunternehmer eventuelle Fehler sanieren“, kündigt Berg zum weiteren Vorgehen an.

Mit Kritik oder gar Schuldvorwürfen hält sich der Vertreter der Bauherren zurück. Im Gegenteil: Er lobt das gute Miteinander aller Beteiligten. Der Generalplaner, der staatliche Prüfstatiker und der Bauunternehmer seien „mit Hochdruck“ dabei, die Probleme zu analysieren.

Berg: „Ich bin froh, dass dieses Team um die Stiftung herum erneut bewiesen hat, wie gut es funktioniert“. Eines allerdings funktioniert jetzt ziemlich sicher nicht mehr: Der Zeitplan. Eigentlich sollte der Innenausbau der 19 Wohnungen schon längst begonnen haben. Darauf hatten sich Elektriker, Installateure und Handwerker diverser anderer Gewerke bei ihrer Zeitplanung eingestellt.

Daraus wird jetzt nichts. Konsequenz: Wenn die Fehler in der Bewehrung repariert sind, muss ein neuer Zeitplan für die Baustelle her. Ob der bisher avisierte Fertigstellungstermin Ende Dezember 2016 eingehalten werden kann, bleibt angesichts dieser Entwicklung abzuwarten.

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