1. „Mega-Arbeitswochenende“ bringt Baustelle nach vorn

Regen kann Arbeiten am Altenaer Bahnhof nicht stoppen

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Mit Spezialbaggern werden die neuen Bahnsteigkanten gesetzt und eingebaut.

Altena - „Jetzt hat es wochenlang nicht geregnet und dann das: Die ganze Samstagnacht (15. August) und den Sonntag (16. August) über nichts als Regen, Regen, Regen. Aber das hält uns nicht auf!“

Klare Worte eines Bauführers, der es gewöhnt ist, mit Sonne und Regen in seinem Berufsalltag leben zu müssen. Heute früh, am Montag, 17. August, gegen 4 Uhr ging das erste von insgesamt zwölf Mega-Arbeitswochenenden, in denen die Bahnstrecke zwischen Letmathe und Werdohl (Lenneschiene) wegen der Sanierung der Bahnhöfe in Letmathe und Altena komplett für den Zugverkehrt gesperrt war, zu Ende. „Ich stelle fest: Wir sind ein großes Stück weiter!“, so der Bauführer weiter. Etwa mit dem Tunnelstück, das von der Bahnhofsseite unter den Gleisen 1 und 2 gebaut und dann mit dem bereits fertigen Tunnelstück auf der Lenneuferseite zu einer Röhre, der neuen Fußgängerunterführung, verschmelzen soll. „Das geht nicht unter Bahnbetrieb. Samstag werden wir beide Röhren zusammenziehen. Das ist schon eine Mammutaufgabe.“

Wie das Abhacken und Abbrechen der Bahnsteigkanten. Spezialbagger, die auf Schienen fahren, haben bereits auf der Seite zur Bahnhofstraße ganze Arbeit geleistet. Die alten Bahnsteigkanten sind verschwunden, neue bereits auf die komplette Länge von 150 Meter gesetzt. Die neue Bahnsteigkante wird von 34 Zentimeter Höhe auf 76 Zentimeter angehoben und ist damit barrierefrei. In der Mitte zwischen den Gleisen wurde Bauschutt sowie Sand aufgeschüttet, denn immerhin gilt es hier, den neuen barrierefreien Bahnsteig auf voller Länge und Breite um dann 42 Zentimeter aufzufüllen und neu zu pflastern.

Die Arbeiten, die bis zum 2. November jeweils samstags ab 2 Uhr in der Nacht bis montags 4 Uhr am Morgen durchgeführt werden, sind die Hauptgewerke an der gesamten 4,2 Millionen-Euro-teuren Bahnhofssanierung. Die soll bekanntlich 2017 abgeschlossen sein.

Doch nach dem neuen Fußgängertunnel, dem Verfüllen des bisherigen, den neuen Bahnsteigkanten und der Sanierung der Dachträger und Bewehrung, geht es im wesentlich nur noch um Verschönerungsarbeiten und die Beleuchtung.

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