Das Parkhaus ist jetzt knatterbunt

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Absperrschild und Wandbild nebeneinander – gewollt, die Stadt half mit... und dem Appell

Altena - „Wir haben selten in einer Stadt arbeiten können, die uns so unterstützt hat wie Altena. Dafür danken wir herzlich.“ Das sagt Marcel Hettwer, einer der Team-Sprecher des von der europäischen Union (Erasmus-Programm) geförderten Jugendprojektes „B-free“ (übersetzt etwa ,sei frei’).

Deutsche, Tschechen, Polen, Lett- und Estländer verbrachten eine Woche an der Lenne. Und erlebten gemeinsam eine Menge. Neben politischen Rollenspielen und Workshops, Straßen-Theater, Flasmob und Video- und Fotoprojekten, kam zum Beispiel auch die Spraydose zum Einsatz.

In Absprache mit der Stadt Altena nahmen sich die jungen Leute das vor Beton strotzende und durch zahlreiche Tags (Graffitis) verunstaltete Parkhaus vor. Was sie auf den verschiedenen Ebenen dann als neue Botschaften auf die Wände sprayten, kann sich sehen lassen. Tenor der Bilder: Der Wunsch nach Frieden und Völkerverständigung, das Miteinanderreden sollen und wollen vor kriegerischen Auseinandersetzungen oder Konflikten.

... „alles, was wir brauchen ist Liebe“, ist wohl nicht viel hinzuzufügen für eine friedliche Welt.

Immer wieder trafen sich die in verschiedene Gruppen aufgeteilte Teilnehmer, bereits Erreichtes zu reflektieren, zu hinterfragen oder neu zu definieren. Dabei traten zum Teil ganz erstaunliche Wahrnehmungen von Altena, aber auch anderen Orten der Region, auf. Einer der Höhepunkte war am Freitag eine Bahnfahrt der 25 Frauen und Männer nach Essen.

Im Zug tauchten sie als Dschungel-Wesen auf, verteilten Bananen, sangen Lieder, verkleideten sich als Affen oder Tarzan. Diese Art Flashmob erzeugte dabei sowohl Be- als auch Unbehagen bei den Fahrgästen. Rogin Henneböhl, Florian Ophuysen und Marcel Hettwer bilanzierten ihren Aufenthalt am Ort als „klasse“ und dankten auch noch einmal Harald Thöne (Jugendamt und Jugendzentren) für die „tolle Unterstützung.“ - Von Johannes Bonnekoh

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