Bauteams stehen unter Druck: Am 15. August wird die Strecke gesperrt

Frischzellenkur für den Bahnhof

Seit dem 27. April ist der Bahnhof Großbaustelle. Mehrere Fachfirmen teilen sich die unterschiedlichen Gewerke für die Modernisierung, die noch bis 2017 andauern soll. Bahnkunden müssen sich allerdings nicht groß einschränken. Foto: Schröder

Altena -   Seit Montag, dem 27. April, wird am Bahnhof gearbeitet. Bis die Modernisierungsarbeiten im Umfang von mehr als vier Millionen Euro im Jahr 2017 fertig gestellt sind, ist noch viel zu tun. Ein erstes markantes Datum dazu ist der 15. August.

An diesem Samstag gibt es eine Vollsperrung der Bahnlinie – ein Umstand, der viel Logistik verlangt und nicht mal so nebenbei erledigt werden kann. Wie Roland Balkenhol, Verbindungsmann im Rathaus zur Deutschen Bahn AG, sagte, muss eine solche Streckensperrung „mindestens ein Jahr im Voraus angemeldet werden, ehe sie dann greifen kann.“ Und: Das setzt die verschiedenen Baufirmen aus allen Teilen der Republik, die derzeit am Bahnhof tätig sind, mächtig unter Druck.

Nach dem Eindruck des Stadtplaners läuft aber derzeit „alles normal, offenbar im Plansoll.“ Alles ändere wäre für ihn auch eine Überraschung, schließlich sind Modernisierungen von Verkehrsstationen – so der offizielle Arbeitstitel der Deutschen Bahn AG, für sie Arbeitsalltag.

Hunderte von Metern weiß-roter Absperrungen sind derzeit vor und noch weit hinter den Gleissträngen am Bahnhof errichtet. Überall Baugeräusche von Hämmern, Bohrern, Sägen und der mächtigen Ramme. Sie schlägt Spuntwände in den Boden, kann bis zu 16 Meter in der Tiefe überwinden.

Frischzellenkur für den Bahnhof

In den durch die Bauarbeiten freigelegten ehemaligen Zisternen für das Kühlwasser der historischen Dampfloks steht schon eine Art Garage. Ihr fehlt lediglich vorne und hinten ein Tor, dann könnte ein Fahrzeug einparken. Es handelt sich aber um den ersten Teil der Unterführung, die neu unter die Gleise geschoben wird und dann am 15. August die Streckensperrung nötig macht.

Einzelheiten zu den Gewerken, die an Firmen aus Winsen an der Aller oder beispielsweise Hartmannsdorf gingen, sind nicht zu erhalten. „Auskünfte gibt es nur über die DB-Pressestelle“, ist jedem der beteiligten Bauführer und Polierer offenbar ein Maulkorb verpasst worden.

Noch mal in Kürze die Fakten: Zu den Maßnahmen gehören die Erhöhung des Mittelbahnsteigs an den Gleisen 1 und 2 über eine Länge von 150 Metern auf dann 76 Zentimeter. Das sorgt künftig für barrierefreies Einsteigen in die Züge. Die Personenunterführung wird neu gebaut – die alte verfüllt. Sie erhält zwei Aufzüge zu den Bahnsteigen, die mit einem Wegeleitsystem, neuer Beleuchtung und einer Lautsprecheranlage ausgestattet werden. Die Gesamtkosten betragen 4,2 Millionen Euro. Bund und Deutsche Bahn tragen 2,3 Millionen, das Land gibt 1,9 Millionen Euro hinzu.

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