„Auf einmal“-Filmmacher danken Stadt Altena und allen Burgstädtern

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Emre Erkmen, Asli Özge, Hannah Freisler, Fabian Massah.

Altena -  Ein größeres Kompliment kann man wohl kaum aussprechen: „Wir haben uns hier in Altena wie zu Hause gefühlt. Es hat einfach alles gestimmt!“

Das sagten am Freitag, 7. Oktober,  übereinstimmend Filmregisseurin Asli Özge, ihr erster Kameramann Emre Erkmen und der Produzent des Films „Auf einmal“, Fabian Massah. Die Drei waren „noch einmal in der Stadt“. Dieses Mal, um etwas Abschied zu nehmen, aber auch „bewusst wahrzunehmen, wie unser Film denn so am Ort des Drehs ankommt.“ Dazu besuchten die Drei das Apollo-Kino und suchten den direkten Kontakt mit dem Publikum. Fazit: Gute Gespräche, viel Lob, ab und zu auch Kritik, weil man das Werk im Vorfeld vielleicht zu sehr als Werbefilm für Altena verstanden hatte. 

Kontakt suchte das Trio auch mit der Stadt Altena, die Freitag, 7. Oktober,  durch die erste stellvertretende Bürgermeisterin, Hannah Freissler, repräsentiert wurde. „Ich habe den Streifen noch nicht geguckt. Sehen wir mal von dem etwa vier, fünf-minütigen Trailer ab, den ich mir natürlich schon angesehen habe“, sagte sie. Auf dem Parkdeck neben dem Rathaus hörte sie noch einmal viel Lob für die Stadt und die Altenaer. „Ich habe das Skript für den Film geschrieben und einem Professor vorgelegt. Kann man so etwas als Film in Deutschland auf den Markt bringen?“, habe sie gefragt, sagte Regisseurin Asli Özge. Und der „Prof“ habe nicht nur zugestimmt, sondern sogar dezidiert gesagt, „das könnte im Sauerland spielen!“ 

"Das hatten wir so noch nie"

Sauerland – diese Region war der gebürtigen Türkin, die in Istanbul, einer 15 Millionen-Metropole lebte und aufgewachsen ist, kein Begriff. Doch dann sah sie sich mit einer handvoll Mitarbeiter in Südwestfalen um. „Hagen, Siegen und das nähere Umfeld“, hätten sie erkundet. Irgendwie kam sie dann nach Altena und traf dann beim zweiten oder dritten Besuch zufällig auf den Bürgermeister. Dr. Andreas Hollstein, so sagte sie Freitag, 7. Oktober,  frank und frei, habe ihr jedwede Unterstützung bei der Realisation des Projektes zugesichert, die möglich sei. „Das hatten wir so noch nie“, lobte sie und auch Produzent Fabian Massah sagte, „das war einfach großartig. Wir haben viel zu danken.“

 Neben der Stadt bezogen die Filmleute aber auch die Altenaer in ihr Abschluss-Fazit ein. „Sie waren, wie gesagt, alle sehr, sehr nett und zugänglich. Es hat uns einfach riesigen Spaß gemacht.“ Wiederholung, neues Projekt? Produzent Fabian Massah: „Man soll ja nie nie sagen...“

Mehr als 300 Komparsen wurden ausgewählt

Mehr als 300 Komparsen wählte die Filmcrew im Vorfeld aus. Zwei Millionen Euro standen als Produktions-Etat bereit. Am Ende stehen 119 Minuten, „die, so glauben wir, den Inhalt unseres Films an genau diesem Ort schon sehr genau spiegeln.“ „Auf einmal“-Regisseurin Asli Özge ließ sich im Café Merz noch einen Tee schmecken, bevor sie am Freitag, 7. Oktober,  mit dem Zug zurück nach Berlin reiste. „Uns war wichtig, Menschen aus der Stadt, aus der Region, an ihren Arbeitsplätzen schauspielern zu lassen. Ein Bankangestellter bewegt sich anders, als ein Schauspieler. So was kann man nicht so schnell lernen.“ 

Damit spielte sie auf viele Spielszenen an, die in der örtlichen Sparkasse, im Film „Altenaer Bank“ genannt, über die Leinwand liefen. Die ihr gegenüber vorgetragene Kritik, mancher Komparse habe sich auf „Filmsekunden mit sich gefreut“, sei aber dem Schnitt zum Opfer gefallen, ließ sie nicht gelten. „300 Leute gecastet – ich sage mal bei der Burgaufzugseröffnung, in Stadtszenen, im Lennekai oder auf dem Friedhof, fast alle sind doch auch im Film zu sehen.“ Spezielle Altena-Effekte, etwa den Morgennebel über der Lenne und dem Wald, sind Bestandteil des Streifens. 

Das spezielle Altena-Feeling

„Viele unserer Schauspieler haben in Altena gewohnt und Tage gelebt. Dann musste es schnell gehen. So wie bei der Nebelszene. Irgendwie sind wir eins geworden mit dem Ort“, so Asli Ösge und Kameramann Emre Erkmen. „Sonst kann man nicht so ein gutes Ergebnis erzielen.“ Der Hauptdarsteller wohnte und übernachtete übrigens tagelang am Ort, für sein „spezielles Altena-Feeling.“ 

Lesen Sie dazu auch die Sonderseite in der Samstagsausgabe (8. Oktober)  des Altenaer Kreisblattes.

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