Lutherkirche: Brandsanierung läuft an

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In einigen Teilen der Lutherkirche ist der Boden schon entfernt. Sobald die Kirchenbänke draußen sind, werden weitere Bretter ausgenommen, um nach Löschwasserschäden zu suchen.

Altena - Viele Details müssen noch geregelt werden – trotzdem wurde jetzt mit der Sanierung des Brandschadens in der Lutherkirche begonnen. Zuallererst haben dort die so genannten Grobreiniger das Sagen.

Ihe Aufgabe ist es, Brandschutt und den gröbsten Dreck zu beseitigen – „das wird auch Zeit“, meint Baukirchmeisterin Karin Thomas. Mit jedem Tag länger ziehe der beißende Gestank, der immer noch in der Kirche liegt, immer tiefer in das Mauerwerk ein.

Als nächstes wird dann ausgeräumt: Eine Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen Dalüge und Frank werden die Kirchenbänke ausbauen und einlagern. „Diese Arbeit haben die auch schon bei der Sanierung im Jahr 2007 übernommen“, sagt Thomas.

Eine alte Bekannte ist auch Marion Christiane Rausch, die damals Restaurierung der Deckengemälde begleitet hat und die sich inzwischen den Schaden angesehen hat. Es laufe wohl darauf hinaus, dass – wie damals – das gesamte Deckengewölbe vorsichtig von Hand gesäubert werden müsse, bevor dann Schadstellen ausgebessert werden könnten, weiß Thomas nach dem Besuch der Restauratorin.

Dafür muss wieder ein mächtiges Gerüst in die Kirche gestellt werden – bevor das kommt, muss aber zunächst ein Teil des Kirchenbodens aufgenommen werden – „wir müssen herausfinden, on und welche Schäden dort durch Löschwasser entstanden ist, erklärt Thomas.

Für die ehrenamtliche Presbyterin ist die Sanierung ein Fulltime-Job. Sie lobt in diesem Zusammenhang die anderen Mitglieder des Leitungsgremiums, insbesondere Peter Krey – „der hilft mir, wo er kann“. Eine weitere wichtige Stütze ist die Architektin Christa Woschée aus dem Büro Ossenberg-Engels, die 2007 ebenfalls an der Sanierung beteiligt war.

Ob die Sanierer von damals jetzt wieder zum Zug kommen, bleibt abzuwarten: „Natürlich schreiben wir die Arbeiten aus“, betont Thomas – das ist sie als ehemalige Mitarbeiterin des Altenaer Bauamts schließlich so gewohnt.

Wenn es um die Fenster geht, muss sie sich ohnehin jemand Neues suchen – die Firma, die sie 2007 sanierte, existiert nicht mehr.

Eher länger als ein Jahr würden die Arbeiten dauern, meint Karin Thomas und berichtet, das mit ihnen auch einiger bürokratischer Aufwand verbunden ist – heute zum Beispiel steht ein Gespräch mit den Denkmalbehörden an, die bei Arbeiten in der unter Schutz stehenden Lutherkirche ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben – auch das kennt die Baukirchmeisterin von der Sanierung in 2007. Neuland ist für sie hingegen die ebenfalls anstehende Sanierung der Orgel – die blieb damals unangetastet.

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